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Mittwoch, 28. September 2016 21° 3

Infrastruktur

Breitbandversorgung wird ausgebaut

Die Stadt Neunburg bewirbt sich im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit auf Landkreisebene um Fördergelder des Bundes.
Von Karl-Heinz Probst

Ein Verteilerpunkt, in dem Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammenlaufen. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Neunburg.Die Stadt Neunburg will die „weißen Flecken“ in der Breitbandversorgung ausmerzen. Deshalb beteiligt sie sich an einer interkommunalen Zusammenarbeit mit dem Landkreis Schwandorf im Rahmen der „Förderrichtlinie zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der BRD“ vom 22. Oktober 2015. Dies hat der Stadtrat am Donnerstag einstimmig beschlossen.

Der Bund will mit dieser Initiative deutschlandweit den Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze in den Regionen fördern, in denen ein privatwirtschaftlich gestützter Ausbau bisher noch nicht gelungen ist. Damit soll in Gebieten, die derzeit nicht versorgt sind und in denen in den kommenden drei Jahren von privaten Investoren kein Netz errichtet wird (Stichwort „weiße NGA-Flecken“), ein nachhaltiges sowie zukunfts- und hochleistungsfähiges Breitbandnetz etabliert werden.

Im Rahmen des Kooperationsprojektes wird der Landkreis Schwandorf gemeinsam mit den beteiligten Kommunen die notwendigen Verfahrensschritte nach der Förderrichtlinie umsetzen. Jede Gemeinde bekommt ein eigenes Los und für jedes Los muss ein Angebot abgegeben werden. Entscheiden ist, dass die Anbieter auch dünn besiedelte Gegenden anschließen müssen, sagte Bürgermeister Martin Birner.

Die BreitbandNetwork GmbH unterstützt den Landkreis Schwandorf bei der Planung und Umsetzung der notwendigen Verfahrenschritte. Siegfried Schollerer (BreitbandNetwork GmbH) erläuterte dem Stadtrat die Eckpunkte des Förderprogramms, das Erschließungsgebiet sowie den geplanten Verfahrensablauf. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur will mit dem Förderprogramm dafür sorgen, dass es bis 2018 in ganz Deutschland schnelles Internet geben soll. Es werden Fördergelder in Höhe von 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Die bislang unterversorgten Gebiete sollen nach dem Ausbau eine Datenübertragungsrate von mindestens 50 MBit/s besitzen. Dabei werden überwiegend Glasfaserkabel bis zum Haus verlegt werden.

Weil das Förderbudget beschränkt ist, kann aber nicht jede Gemeinde gefördert werden. Damit die Mittel gezielt dort eingesetzt werden, wo sie besonders dringend benötigt werden, werden die Förderanträge durch ein Scoring-Modell ausgewählt. Kriterien sind etwa die durchschnittlichen Kosten pro Anschluss und die Bevölkerungsdichte. Schollerer ist jedoch zuversichtlich, dass der Landkreis Schwandorf zum Zuge kommen werde. Er rechnet damit, dass die Investitionssumme für Neunburg rund 2,35 Millionen Euro betragen werde. 50 Prozent davon werde der Bund übernehmen. 40 Prozent entfallen auf den Freistaat Bayern, der durch eine Kofinanzierung die Fördergelder um 160 Millionen Euro aufgestockt hat. So bleibt bei der Stadt ein Eigenanteil von zehn Prozent.

Nächster Schritt ist die Detailplanung mit der Erstellung eines Netzplans. Erst danach könne eine genauere Kostenberechnung erfolgen. Die BreitbandNetwork GmbH werde der Stadt Neunburg bei allen Verfahrensschritten (Bestandsaufnahme, Markterkundung, Auswahlverfahren, Abschluss des Kooperationsvertrags mit dem Netzbetreiber sowie der Dokumentation der Infrastruktur) zur Seite stehen.

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