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Sonntag, 28. August 2016 32° 1

Polizei

Noch keine Spur vom Tierquäler

Ein Unbekannter schoss den schwarzen Kater Micky von Karoline Birner aus Neunburg mit einem Luftgewehr an.
Von Ralf Gohlke, MZ

  • In Neunburg wurde eine schwarze Katze mit einem Luftgewehr an geschossen. Es war in diesem Jahr bereits die vierte Attacke auf das Tier. Foto: Gohlke
  • Auch Kater Gismo bekam eine Kugel ab. Foto: Gohlke

Neunburg.Bei der Suche nach dem Tierquäler, der am vergangenen Freitag auf den schwarzen Kater Micky aus Neunburg vorm Wald geschossen hat, gibt es noch keine Spur. Bei der Poilizeinspektion Neunburg sind aufgrund der Berichterstattung der MZ bislang noch keine Hinweise eingegangen. Offenbar sind Übergriffe auf Katzen wie die Schüsse auf Kater Micky aber doch eher Einzelfälle, wie die Mittelbayerische Zeitung auf Nachfrage beim Tierheim Schwandorf und bei Peter Eberhardt, dem Vorsitzenden des Tierschutzvereins Städtedreieck, erfahren konnte. Ein Mitarbeiter des Schwandorfer Tierheims sagte, derartige Vorfälle kämen „ganz selten“ vor. Peter Eberhardt sagte, dass Verletzungen mit Luftgewehrmunition auch schwer zu erkennen seien, man müsse da schon sehr genau nachschauen. „Manche Tierhalter gehen eher von Raufereien unter den Tieren aus, wenn sie kleinere Verletzungen haben“, sagte er. Auch er sah keine Schwerpunkte in seinem Bereich. Es komme zwar immer wieder mal vor, dass ein „Katzenhasser“ auf diese Weise seinem Unmut Luft machen wolle, häufig sei der Spuk aber ebenso schnell wieder zu Ende wie er begann. Einen ähnlich gelagerten Fall hatte es übrigens erst vor einigen Tagen bereits in Winkerling, einem Ortsteil von Maxhütte-Haidhof gegeben (Die MZ berichtete).

Der siebenjährige Schmusekater Micky ist nun schon zum wiederholten Mal Opfer der äußerst perfiden Luftgewehr-Attacken geworden. Am Abend des vergangenen Freitags schoss ein unbekannter Täter, vermutlich mit einem Luftgewehr, auf das Tier und verletzte es am Hals.“ Micky dürfte sich zu dieser Zeit vermutlich im Bereich des Sportplatzes bei der Scherrstraße in Neunburg vorm Wald aufgehalten haben, mutmaßt sein Frauchen Karoline Birner.

„Erst Ende Januar haben wir bei Micky eine eitrige Verletzung am Hals entdeckt, die genauso ausgesehen hat wie diese“, erzählt die Katzenmama der Mittelbayerischen Zeitung. Bei genauerem Hinsehen habe sie mindestens vier weitere Blessuren in Form eines kleinen schwarzen Punktes, immer im Kopf- und Halsbereich festgestellt. Dass diese von Raufereien stammen könnten, schloss sie eher aus. Der Kater ist kastriert und hat daher eher weniger Interesse an großen Auseinandersetzungen.

Dafür hat Micky aber eine interessante Lebensgeschichte. Die Birners haben ihn mit etwa acht Monaten aus dem Tierheim geholt. Aufgewachsen sei er mit einem blinden Schäferhund. „Von dem hat er er sogar einiges übernommen“, erzählt sie mit einem Schmunzeln. So würde Micky, für eine Katze eher ungewöhnlich, die Pfote geben.

Was die Eigentümerin verwundert ist, dass es der Tierquäler offenbar nur auf Micky abgesehen habe. Die drei übrigen Katzen im Haus der Birners seien bisher völlig unbehelligt geblieben, obwohl sie genauso wie er tagsüber das Haus verließen. Allerdings wusste Karoline Birner, dass auch der Kater der Nachbarin schon einmal Bekanntschaft mit Luftgewehrkugeln gemacht hat.

„Unser Gismo kam eines Tages mit einer blutigen Wunde auf der Stirn nach Hause“, bestätigt die Nachbarin, Caroline Dettwiler. Der Tierarzt entfernte operativ eine Luftgewehrkugel. Seither hat die Katzenmama aber keine weiteren Verletzungen mehr festgestellt. Auf eine Anzeige bei der Polizei hat sie deshalb verzichtet. Für Karoline Birner ist die Schonzeit für den hinterhältigen Luftgewehrschützen endgültig vorbei. Sie erstattete Anzeige bei der Polizeiinspektion Neunburg. Stellvertretender Inspektionsleiter PHK Wolfgang Seidl bestätigte den Eingang der Anzeige gegen Unbekannt. Auch er hofft, dass durch die Berichterstattung die Anwohner in dem Bereich rund um den Sportplatz sensibilisiert werden und sowohl die eigenen Haustiere im Blick haben, als auch auf verdächtige Personen oder Geräusche achten.

Hinweise auf den Täter gesucht

  • Hintergrund

    Wer Haustiere verletzt, macht sich einer „Sachbeschädigung“ schuldig. Eine Häufung ähnlicher Fälle, rund um den Neunburger Sportplatz wollte die Polizei nicht bestätigen. Das könne aber auch daran liegen, dass in solchen Fällen nicht immer Anzeige erstattet werde.

  • Polizei

    Hinweise auf den unbekannten Schützen und Tierquäler nimmt die Polizeiinspektion Neunburg v. W. unter der Telefonnummer (09672) 92020 entgegen.

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