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Dienstag, 20. Februar 2018 5

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SPD-Arbeit war von Erfolg gekrönt

Nittenau und seine Ortsteile profitieren von der Stadtflucht der Regensburger, Bauparzellen sind schnell vergriffen.
Von Max Schmid

  • Der SPD-Ortsverein ehrte einige Mitglieder für ihre langjährigen Verdienste. Foto: smx
  • Für die musikalische Gestaltung des Neujahrsempfangs sorgte das Duo „da wampert Zodert und da boartert Plattert“. Foto: smx

Nittenau.Nachdem Erster Bürgermeister Karl Bley erkrankt war und Ortsvorsitzender Michael Jäger auch die beiden Hauptrednerinnen des SPD-Neujahrsempfangs, MdB Marianne Schieder und MdB Kerstin Track wegen der Sondierungsgespräche in Berlin entschuldigen musste (beide kamen erst mit erheblicher Verspätung gegen 21 Uhr im Gasthaus Pirzer an), übernahm Dritter Bürgermeister Jürgen Kuprat den Rückblick auf das kommunalpolitische Geschehen in der Stadt am Regen.

Schuldenanstieg gestoppt

Damals, als die SPD den Rathauschef stellte, hatte man zehn Millionen Euro Schulden, sagte Kuprat. An der Höhe der Schulden habe sich trotz massiver Investitionen nicht geändert, was Kuprat als Erfolg der engagierten Arbeit von Bürgermeister Karl Bley wertete. Er verwies auf viele Baumaßnahmen, u. a. den Kanalbau, der rund 5,3 Millionen Euro koste, die erfolgreichen Bemühungen um den Wohnungsbau in den Baugebieten Rosengarten und Fischbach sowie das neue Gewerbe- und Mischgebiet, das ebenfalls in Fischbach liege.

Stolz sei man auch auf den geglückten Umbau der Regentalstraße und die Ansiedelung mehrerer Märkte und den Bau der Nord-Ost-Umgehung zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs. Derzeit würde es rund 17000 Fahrzeugbewegungen täglich im Zentrum geben.

Weiterer Schwerpunkt sei der Breitbandausbau, man habe hier 1,3 Millionen Euro in den Ausbau des Glasfasernetzes investiert. Kuprat informierte über den Bezug des neuen Kinderhauses in der Bodensteiner Straße und die notwendige Sanierung des Rathauses, die ihm „etwas im Magen liege“, weil das Gebäude unter Denkmalschutz stehe und die Sanierung deshalb „ein Schweinegeld“ kosten werde. 2017 habe man zudem noch über 600 000 Euro für den Ankauf eines neuen Drehleiterfahrzeuges in die Feuerwehr investiert.

Dritter Bürgermeister Jürgen Kuprat informierte über die geplanten Maßnahmen der Stadt Nittenau für 2018. Sorgenkind sei die marode große Regenbrücke, deren Zustand einen Neubau erforderlich mache. Für den Hochwasserschutz müsse man in den kommenden Jahren zwischen zwölf und 14 Millionen Euro investieren und auch die Angerinsel solle durch geeignete Maßnahmen für die Bürger in der Zukunft einen Mehrwert bieten. Entsprechende Planungen würden bereits laufen. Schließlich werde man auch den Straßenbau in Stefling weiter voranbringen.

Mehr Fragen als Antworten

SPD-Landtagskandidat Peter Wein stellte in seinem recht ausführlichen Grußwort fest, dass es derzeit in der Politik mehr Fragen als Antworten gebe. Als Beispiele nannte er die Wahl des „Business-Man“ Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten, er bringe den Weltfrieden in Gefahr, den Austritt Großbritanniens aus der EU und auch die ungewisse Zukunft in Katalonien sowie diktatorische Züge in den EU-Partnerländern Türkei und Polen. Diese Dinge würden die EU, die damals als Projekt des Friedens und der Hoffnung gegründet wurde, gewaltig ins Wanken bringen.

In Deutschland sei die Situation nicht viel anders, die SPD sei bei der Bundestagswahl zugunsten der Rechtspopulisten vom Wähler abgestraft worden. Die Sozialdemokraten müssten dessen den demokratischen Auftrag annehmen und Deutschland gegen rechts verteidigen. Als Ziele der künftigen SPD-Landespolitik nannte Wein die Bereiche Bildung, Sicherheit, Wohnen, Barrierefreiheit und Stärkung des ländlichen Raums.

Und auch der Direktkandidat der SPD für den Bezirkstag der Oberpfalz, der Nabburger Bürgermeister Armin Schärtl, bekräftigte, dass die Sozialdemokratie notwendiger denn je sei.

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SPD-Empfang

  • Für die musikalische Unterhaltung

    beim Neujahrsempfang der Nittenauer SPD sorgte das Duo „Da wampert Zodert und da bartert Plattert“.

  • Zum Imbiss

    gab es traditionell warme Wiener und Pfälzer mit Brezen.

  • Die beiden Bundestagsabgeordneten

    Marianne Schieder und Kerstin Track trafen mit über zweistündiger Verspätung gegen 21 Uhr in Nittenau ein, aber gerade noch rechtzeitig zum Fototermin mit den Geehrten.

  • Ehrungen:

    Für 25 Jahre wurde Dieter Schmidtbauer ausgezeichnet, für 40 Jahre Mitgliedschaft Edmund Wiendl, Hannelore Hölderl und Else Windörfer, für 50 Jahre Heinz Humbs; Ernennung zum Ehrenmitglied: Franziska Meisel, Fritz Goldammer, Werner Götzer, Bruno Wagner und Karl-Heinz Winkler.(smx)

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