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Donnerstag, 24. August 2017 24° 1

Festival

Auf dem Kreuzberg entschleunigen

Die besondere Einstimmung in den Advent: Zum ersten Mal findet auf dem Schwandorfer Kreuzberg das Festival „Berg-Werk“ statt.
Von Dietmar Zwick

Das Berg-Werk-Festival läutete auf dem Kreuzberg in Schwandorf den Advent ein. Zu sehen ist die Dauerausstellung "circle of life". Musikalische, geistlicheTexte und der Klostergarten mit Adventsmarkt sind weitere Höhepunkte des Wochenendes. Fotos: Zwick

Schwandorf.Die Kreuzbergkirche verschwand im Nebel, doch etwas war anders am Freitagabend. Schon von außen wurde der Eingang der Kirche zusätzlich beleuchtet. Von hoch oben waren die Lieder „Festruf“und „Herbei ihr Gläubigen“ zu hören, die die Turmbläser vom Turm der Kirche herab erklingen ließen. Prior Pater Francis freute sich bei der Begrüßung, dass alle so zahlreich versammelt sind, um den diesjährigen Advent zu eröffnen. „Es wird wieder Advent und Weihnachten“, sagte Pater Francis.

Ein ereignisreiches Jahr gehe zu Ende. Die Welt entwickele sich immer rasanter. Internet und Smartphone übernehmen den Takt des Lebens. Aber immer weniger Menschen fühlten sich mitgenommen von der Entwicklung und die mediale Reizüberflutung könnten die meisten nicht mehr verarbeiten, sagte Pater Francis. So wachse eher die Unzufriedenheit, als die Zufriedenheit. Deshalb sei gerade Advent und Weihnachten die richtige Zeit, um wieder einmal inne zu halten, beziehungsweise sich auf Wichtiges und Wesentliches zu besinnen.

Überall werde sichtbar, dass die Menschen zurück wollen zu mehr Miteinander, Langsamkeit und auch Solidarität. „Die Botschaft des Christkindes im Advent heißt Freude, Liebe und Frieden. Lassen wir diese Botschaft in unser Herz hinein und uns mitnehmen in diese Adventszeit“, sagte Pater Francis. Er dankte allen Organisatoren, Helfern und Mitwirkenden für die vielen Mühen rund um die Organisation dieses Festivals. Er nannte Stefanie Jehl und Anton Kraus, die viel Leidenschaft hineingesteckt haben.

Oft eilige Zeit statt heilige Zeit

Für viele Bürger sei die heilige Zeit auch die eilige Zeit und es tue gut inne zu halten. Das soll bei den Stationen geschehen, die aufgebaut wurden. Dort soll Ruhe einkehren, aber die Stationen sollen auch dazu animieren über manches nachzudenken und von sich abfallen zu lassen, sagte Oberbürgermeister Andreas Feller, der die Schirmherrschaft übernommen hatte.

Die Kreuzbergband unter der Leitung von Ludwig Römer führte mit zwei Puppen in „König des Himmels und der Erde“ ein. Foto: Zwick

Organisator Anton Kraus sagte, dass es drei Neuerungen gebe. Das Festival feiere Premiere, es gebe einen Berg-Werk-Wein und drittens sei die Dauerausstellung „circle of life“ zu sehen.

Als die Besucher die Kirche betraten, tauchten sie in einen mit blauen und roten Scheinwerfern illuminierten Raum ein, der eine besondere Atmosphäre bot. Der kirchlicher Jugendreferent der Diözese, Dirk Lill, informierte die Zuhörer über die Dauerausstellung „circle of life“, die in drei Stationen in der Kirche und eine im Freien unterteilt ist.

Zu sehen ist die Station das Herz in der Krypta, in der alles rotausgeleuchtet ist und der Herzschlag zu hören ist. Das Herz ist lebensnotwendig im Körper und ist auch der Ort, der unsere tiefsten Verbindungen, Gefühle und Erlebnisse symbolisiert. Die zweite Station ist das Buch des Lebens. Hier konnte man sich in ein großes Buch eintragen, denn der Name ist ein wesentliches Element der Persönlichkeit. Die dritte Station thematisiert Wasser. Es ist das Element des Lebens schlechthin. Man braucht es zum Leben und kann auch aus inneren Quellen Kraft schöpfen und Ressourcen auftanken. Die vierte Station befindet sich im Freien. Hier kann man der Kreativität freien Lauf lassen, indem man sich an einer Wand mit der Spraydose künstlerisch betätigt.

Kreuzbergmusiker stimmen auf Adventszeit ein

Die Kreuzbergmusikanten spielten unter der Leitung von Michael Zinnbauer ruhige bis flottere Lieder, unter anderem auch den „March of three kings“, „I will follow him“ aus Sister Act oder von Michael Jackson „Heal the World“, um auf die Adventszeit angemessen einzustimmen. Ludwig Krammer las zwischen den Stücken besinnliche Texte. Im Anschluss sang die Kreuzberg-Band, unter der Leitung von Ludwig Römer, Lobpreislieder und dazwischen gab es geistliche Impulse von Römer. Das Festival wird am Samstag und Sonntag fortgesetzt mit zahlreichen Aktionen wie Gottesdiensten, adventlichen Texten der Sonntagsdichter, einem Vortrag von Professor P. Dr. Karl Wallner OCist aus Wien, Gospels und Spirituals von „Singsang“ sowie einer Kirchenführung. Und und auch ein Adventsmarkt öffnete am Samstag im Klostergarten von 17 bis 21 Uhr seine Pforten. Der Reinerlös ist für die Orgelrenovierung bestimmt. An drei Tagen boten die Organisatoren ein breites und buntes Angebot, um aus der stressigen Welt ein wenig abzutauchen und entschleunigen zu können.

Weihnachtsmärkte in der Region:

Mitwirkende

  • Turmbläserensemble;

  • Kreuzbergmusikanten

    unter der Leitung von Michael Zinnbauer;

  • Kreuzbergband

    unter der Leitung von Ludwig Römer;

  • Gesangsformation „Singsang“

    unter der musikalischen Leitung von Gerhard Maier (Gospels; Spirituals); Solisten: Sabine Schindler, Andreas Schaumberger;

  • Solisten:

    Dagmar Spannbauer (Sopran), Maria Pritzel (Mezzosopran); Orgel: Stefanie Jehl;

  • Texte:

    Josef Krammer trug besinnliche Texte vor. (hcr)

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