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Montag, 20. November 2017 11

Tourismus

Imagefilm soll Emotionen wecken

In dem Film, den OTV produziert, stehen „einzelne Orte exemplarisch für all die schönen Fleckerl im Oberpfälzer Seenland“.
Von Elisabeth Hirzinger

  • Die Kinder waren – wie hier an der Wakeboard-Anlage mit Begeisterung dabei. Foto: Zweckverband Oberpfälzer Seenland
  • Vorbereitungen mit Kamera Foto: Zweckverband Oberpfälzer Seenland.
  • Ohne Statisten geht, wie hier im Movinground, gar nichts. Foto: Elisabeth Wißmann
  • Kameraschwenk im Felsenkeller. Foto: Zweckverband Oberpfälzer Seenland.
  • Blick auf den Steinberger See. Foto: Zweckverband Oberpfälzer Seenland.
  • Idylle pur am Steinberger See. Foto:; Zweckverband Oberpfälzer Seenland.
  • Der Produzent hat alles im Blick. Foto: Zweckverband Oberpfälzer Seenland.
  • An der Wakeboardanlage Foto: Zweckverband Oberpfälzer Seenland.
  • Kleine Pause bei Mauro de Pelegrin: Projektmanagerin Verena Danner mit Gästeführerin Karin Mager. Foto: th
  • Gästeführerin Karin Mager führte durch das Felsenkeller-Labyrinth. Foto: Zweckverband Oberpfälzer Seenland
  • Am Regen gibt es viele schöne Angelplätze. Foto: Zweckverband Oberpfälzer Seenland.

Schwandorf.Verena Danner, Projektleiterin beim Oberpfälzer Seenland, erklärt in einer Drehpause beim Espresso am Schwandorfer Marktplatz, worum es geht – einen Imagefilm für das Oberpfälzer Seenland zu produzieren, „in dem die Schwerpunkte Wasser, Natur, Aktiv, Kultur und Genuss transportiert werden“.

Seit Mittwoch ist das OTV-Kamerateam im Landkreis unterwegs – auf der Suche nach Bildmotiven, die beim Betrachter vor allem einen Wunsch wecken sollen: „Da will ich auch mal hin“, so erklärt es Verena Danner, die zusammen mit den Touristikern der Seenland-Gemeinden die Drehorte ausgesucht hat, in Absprache mit dem Produktionsteam die vielen Statisten akquiriert hat und an den vier Drehtagen alle Termine koordiniert.

Diese Vorarbeit durch den Zweckverband weiß Thomas Faupel, der ausführenden Filmproduzent, „sehr zu schätzen“. Denn, „das ganze Equipment sei nichts Wert, sagt der verantwortliche Produzent, „wenn nicht eine perfekte Organisation im Vorfeld das Team bestens auf die Drehorte vorbereitet“. Eine professionelle Organisation im Vorfeld sei eine Grundvoraussetzung für einen so straff gegliederten Dreh“.

Cams, GoPro, Osmo und Drohne

Thomas Faupel ist für die Emotionen zuständig. Er muss mit dem Film bei den Betrachtern Gefühle wecken. Und dafür zieht der Produzent alle Register. Das Equipment des OTV-Teams besteht aus zwei „Action-Cams“, einer „GoPro“ und einem „Osmo“, der, so erklärt es der Produzent, „Bilder wie an der Schnur gezogen“ liefert. Faupel hat die Ausrüstung mit Bedacht ausgewählt. So ist die „GoPro“ zum Beispiel absolut wasserdicht, was bei einem Dreh auf dem See unerlässlich ist. Die große Kamera wiederum kann Bilder „in 4K“ aufnehmen und „Superzeitlupen“ für besonders emotionale Bilder, schwärmt Faupel.

Auch eine Drohne war im Einsatz. Foto: Zweckverband Oberpfälzer Seenland

Wenn Thomas Faupel seine Arbeit erklärt, ist er in seinem Element. Und räumt dabei gleich mit falschen Bildern auf, die viele im Kopf haben, wenn sie an Filmaufnahmen denken. Um einen Image-Look zu erreichen, werde nämlich nicht einfach nur „vom Stativ gedreht“, sondern „geslidet“. Das bedeutet, dass sich die Kamera auf ein Objekt zubewegt oder um ein Objekt herum und dadurch dem Zuschauer „ganz andere Eindrücke“ liefert.

Das Highlight bei dem Dreh ist aus Sicht des Kameramanns Uli Wiesner eine Drohne, eine „DJI Inspire One“, die einen Radius von rund einem Kilometer hat und klein, schnell und wendig ist. Der Produzent hat sie zum Beispiel am Steinberger See eingesetzt.

Die Drehorte

  • Wild Wake & Ski-Anlage, Movin’ Ground und Segelschule Gradl.

  • Murner See:

    Pro Cart Raceland, Segway-Tour um den See, Erlebnispark „Wasser-Fisch-Natur“, Nordgraben (Drohnenflug) und das Restaurant „Seerano“.

  • Stadt Schwandorf:

    Felsenkeller, Marktplatz und Blasturm.

  • Regental:

    Gestüt Tiefenhof sowie Hengersbach und Stefling ( Drohnenflug über dem Schloss Stefling).

  • Nittenau:

    Jahnweg (Radfahren), Maria Eich (Angeln) und Am Burghof (Bootswandern).

  • Neunburg vorm Wald: Festspiel „Vom Hussenkrieg“.

Der Aufwand, den das Kamerateam von OTV für einen letztendlich drei bis dreieinhalbminütigen Imagefilm betreibt, ist groß. Vier Drehtage sind angesetzt, 18 Drehorte wurden ausgewählt und Dutzende von Statisten engagiert, um das Seenland im schönsten Licht erscheinen zu lassen. Tricksen musste Produzent Thomas Faupel dabei nicht. Das Wetter war traumhaft, der Himmel, schwärmt Verena Danner, „unschlagbar blau“ und an schönen Motiven herrscht im Oberpfälzer Seenland eh kein Mangel.

Der „Rote Faden“ im Film sind die fünf Schlagworte, mit denen sich das Oberpfälzer Seenland identifiziert: Wasser, Natur, Aktiv, Kultur und Genuss. Da lag es nahe, an den großen Seen zu drehen, an einem Fluss und in Schwandorf. Was dann im Film zu sehen sein wird, wollte Verena Danner noch nicht verraten. Gezeigt wird der Film, wenn er fertig ist, deutschlandweit auf allen touristischen Messen sowie bei Werbeauftritten des Zweckverbandes Oberpfälzer Seenland. Er wird aber auch im Internet und auf Facebook zu sehen sein.

Statisten über Facebook gesucht

Die Entscheidung, den Imagefilm noch heuer zu drehen, ist übrigens sehr spontan gefallen, weil die Wetterprognosen so günstig waren. Entsprechend wenig Zeit blieb für die Vorbereitungen. Eine Woche Vorlauf hatten der Zweckverband Oberpfälzer Seenland und die Ortstouristiker, um alles fix zu machen. Die benötigten Statisten wurden deshalb kurzentschlossen über Facebook gesucht. Die Resonanz war, wie Verena Danner im Gespräch erzählt, „überwältigend“.

Und manch einer hat sich auch spontan entschieden, mitzumachen. Wie zum Beispiel der Herr, der zwei Damen begleitet hatte, die am Steinberger See beim Walken gefilmt wurden. Eigentlich sollte er nur kurz die Handtaschen halten, hat sich dann aber entschlossen, sich als Filmobjekt zur Verfügung zu stellen, als die Gruppe für eine Biergarten-Szene die Segelschule ansteuerte.

Ohne die vielen Statisten, das betont Verena Danner, wäre der Film nicht umsetzbar gewesen. Dabei waren alle Altersstufen vertreten. „Wir hatten auch viele Kinder und Jugendliche mit an Bord, sogar ein eineinhalbjähriges Zwillingspaar“, freut sich die Projektmanagerin mit Blick darauf, dass das Oberpfälzer Seenland sich auch als eine Urlaubs-und Freizeitregion für Familien präsentiert.

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