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Freitag, 15. Dezember 2017 3

Kirche

Musiker treten für die Orgel auf

Mit der zweiten Auflage des „Bergwerk“-Festivals wurde wieder Geld für die Sanierung der Kirchenorgel am Kreuzberg gesammelt.
Von Johann Ippisch

„Öffnet eure Tore für den Herrn“ - der Münsterchor beim Abschlusskonzert in der Kreuzbergkirche. Foto: sjj

SCHWANDORF.Drei Tage lang erklangen auf dem Schwandorfer Kreuzberg „Festklänge zur Adventszeit“. Dabei drehte es sich ausschließlich um die im Jahre 1959 erbaute Kreuzberg-Orgel. Das letzte November-Wochenende stand bei der Pfarrei Kreuzberg unter dem Motto „Bergwerk“ im Zeichen von Musik, Festival und Spiritualität.

Nach 2015 war es die zweite Auflage der Veranstaltungsreihe, an der sich zahlreiche Musikgruppen und Musiker beteiligten. Den großen Abschluss fand das „Bergwerk 2016“ am Sonntagnachmittag mit dem einstündigen Abschlusskonzert „Öffnet eure Tore für den Herrn“ mit dem Münsterchor unter der Leitung von Stefanie Jehl, den Kreuzbergmusikanten mit Michael Zinnbauer, der Kreuzbergband mit Ludwig Römer sowie den solistischen Beiträgen von Theresia Waldschmitt (Querflöte) und Severin Huf (Orgel).

MZ-Leser Roland Kraus schickte der Redaktion dieses Bild der farbenfrohe Kirche vom Bergwerkfestival auf dem Kreuzberg.

Der Erlös aus den gesamten Veranstaltungen, die von Freitag bis Sonntag auf dem Kreuzberg stattfanden, dient der Generalreinigung und der grundlegenden technischen Sanierung der Orgel in der Kreuzbergkirche. Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier, der am Samstagnachmittag die „Königin der Instrumente“ präsentierte und die anstehende Generalsanierung erläuterte, ist von der Orgel mit ihren drei Manualen und Pedal über vier Werke (Haupt- Schwell-, Kron- und Pedalwerk) begeistert und freut sich immer wieder, wenn er auf ihr spielen darf.

Kritische und weniger kritische Betrachtungen zum Jahresende waren von Andi Schaumberger und Mike Schulz in den Kellerräumer der Kreuzbergkirche zu hören. Foto: sjj

Am 10. Januar 1960 wurde die neue Orgel auf dem Kreuzberg eingeweiht, nachdem die alte Orgel im Bombenangriff am 17. April 1945 total zerstört wurde. Unter dem damaligen Chorleiter und Organisten P. Camillus Bachfischer OCD wurde die Orgel unter der Disposition von Dozent Dr. Rudolf Walter aus Mainz von der Firma Weise aus Plattling erbaut, Entwurf und Gestaltung erfolgte von dem im Jahre 1987 verstorbenen Prof. Blasius Spreng aus München.

Die Orgel, die eine elektro-pneumatische Funktionsweise besitzt, hat 48 Register, verteilt über vier Werke, so Norbert Hintermeier bei der Orgelführung. Eine Besonderheit der Kreuzbergorgel ist der Umfang der Manuale. Er reicht von C bis c4 (61 Tasten). Normalerweise ist bei Kirchenorgel ein Ausbau im Manual nur bis g3 üblich. Der Dekanatskirchenmusiker demonstrierte den Klangumfang im Praktischen auf der Orgel. Mit den hörbaren zehn Oktaven (falls man noch über gutes Gehör verfügt) wird der ganze Bereich des menschlichen Gehörs ausgeschöpft, so Hintermeier. Mit dem Vortrag einiger Werke demonstrierte Hintermeier eindrucksvoll den Klangumfang der Münster-Orgel, die aber zwischenzeitlich in die Jahre gekommen ist und dringend der Sanierung, insbesondere der 3753 Orgelpfeifen, bedarf.

Die Veranstaltungsreihe „Bergwerk“ mit ihren vielen Einzelveranstaltungen leistet hierzu ihren wesentlichen Beitrag. Mit den Turmbläsern unter der Leitung von Michael Zinnbauer nahm am Freitag die Veranstaltungsreihe ihren Auftakt, die dann mit einem Konzert das weitere Freitagsprogramm gestalteten. Mit „Unser Lob sei Gottes Thron“ setzte die Kreuzbergband unter der Leitung von Ludwig Römer den Veranstaltungsreigen fort.

Begeistert von der Orgel in der Kreuzbergkirche mit ihren 3753 Pfeifen ist Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier. Foto: sjj

Mit „Kritischen und weniger kritischen Betrachtungen zum Jahresende“ brachten das Duo Schaumberger und Schulz in den Kellerräumen der Kreuzbergkirche am Samstagnachmittag die Menschen zu den Themen „Konsumrausch, Krieg, Frieden usw.“ zum Überdenken ihrer Lebensweise. Nach der Orgelführung brachte Maria Pritzel neue geistliche Lieder zur Adventszeit zu Gehör. Auch der Adventsmarkt im Klostergarten des Kreuzberges leistete seinen Beitrag zur Orgelsanierung.

Nach den Gottesdiensten am Sonntagvormittag war am Nachmittag das Abschlusskonzert mit dem Münsterchor unter der Leitung von Stefanie Jehl angesagt. Begleitet wurde der Chor vom Bläserensemble der Kreuzbergmusikanten unter der Leitung von Michael Zinnbauer. Eindrucksvoll waren die solistischen Vorträge auf der Querflöte von Theresia Waldschmitt aus dem Konzert in D-Dur von Joseph Haydn. Ludwig Römer mit Gitarre und Cachon sowie Severin Huf mit Klavier und Orgel ergänzten das Adventskonzert, das mit dem Lied „Macht hoch die Tür“ zu Ende ging, instrumental.

Die Mitwirkenden

  • Musiker:

    Münsterchor unter Leitung von Stefanie Jehl; Kreuzbergband unter Leitung von Ludwig Römer; Kreuzbergmusikanten unter Leitung von Michael Zinnbauer; Orgel: Severin Huf, Christian Lehnerer; Querflöte: Theresia Waldschmitt; Sologesang: Maria Pritzel, Schaumberger & Schulz; Musica e vita: Jürgen Zach; Orgelführung: Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier.

  • Weitere Beteiligte:

    Katholische Jugendstelle, Dirk Lill; Pfarrgemeinderat; KAB; Orgelförderverein; Senioren; Familiengruppe; Ministranten; Rosenkranzbeterinnen und Franz Kreuziger.

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