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Samstag, 24. Juni 2017 26° 2

Tourismus

Riesen-Holzkugel soll am Seeufer stehen

Ein Erlebnispark mit einer 40 Meter hohen Konstruktion am Steinberger See wird als Leuchtturmprojekt gefeiert.
Von Reinhold Willfurth

  • Fast 40 Meter hoch erhebt sich der Holzbau am Ufer des Steinberger Sees. Die Aussichtsplattform ist auch mit dem Rollstuhl erreichbar. Foto: inMotionPark GmbH
  • Die Investoren Tom Zeller (links) und Kim Kappenberger Foto: Reinhold Willfurth

Steinberg am See.Der Ausdruck „Leuchtturmprojekt“, der bei der Präsentation am Montag im Gasthof Haller immer wieder fiel, ist bei dem geplanten Bauwerk sogar ein bisschen wörtlich zu nehmen: Fast 40 Meter hoch und damit schon aus kilometerweiter Entfernung sichtbar wird sich die hölzerne Kugel des „Inmotion-Parks“ am Ufer des Steinberger Sees in die Höhe schrauben. Nicht nur für Joachim Häring, Geschäftsführer „Oberpfälzer Seenlands“, steht damit fest: Die Urlaubsregion wird mit diesem Bauwerk, Herzstück eines Erlebnisparks für alle Generationen, das lang ersehnte Wahrzeichen erhalten – ein echtes Leuchtturmprojekt also.

Kein Wunder, dass Steinbergs Bürgermeister Harald Bemmerl und sein Wackersdorfer Kollege Thomas Falter, beide sind gleichzeitig Vizes im Vorstand des Zweckverbands Oberpfälzer Seenland, bei der Pressekonferenz im Gasthaus Haller in Oder um die Wette strahlten. Wenn sich jetzt auch noch ein Hotel am Steinberger See ansiedeln würde, wäre ihr Glück perfekt, und der 1982 begonnene „steinige Weg von einer Bergbaugemeinde in eine Wohn- und Touristikgemeinde“ (Bemmerl) an seinem endgültigen Ziel angekommen.

40 Bewegungsstationen

Das ist der Ausblick von der Spitze der Kugel auf den See. Foto: inMotionPark GmbH

Doch auch so herrschte große Zufriedenheit über den Coup der beiden Lappersdorfer Investoren Tom Zeller und Kim Kappenberger. 2018 sollen sich die ersten Gäste in dem kugelförmigen Erlebnispark direkt am Ufer des Steinberger Sees tummeln. Bewegung und Erholung sollen sich in dem von der Berliner Reichstagskuppel inspirierten Wandelgang abwechseln. 40 Motorik- und Bewegungsstationen, geeignet für Kinder, Eltern und Großeltern warten auf die Besucher. Stets dabei in dem transparenten Bauwerk aus Lärchenholz-Leimbindern ist der Blick über den See und die Landschaft ringsum. Der Höhepunkt ist eine Aussichtsplattform in 38 Metern Höhe. Das entspreche dem Ausblick aus einem Hochhaus mit zwölf Etagen, malte Tom Zeller die Dimension der imposanten Kugel aus. Wem nach ein bisschen Nervenkitzel zumute ist, der saust anschließend in einer spiralförmigen Rutsche wieder nach unten. Muss aber nicht sein: Action stehe bei ihrem Projekt keineswegs im Vordergrund, betonte Tom Zeller.

„Eine wunderbare Ergänzung für die Ausflugsziele in der Region.“

Alexandra Beier, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Oberpfälzer Wald

Angst brauche auch sonst niemand zu haben – auch wenn die Ausblicke auf den Gängen der Kugel manchmal schwindelerregend sein könnten: Alle Geräte seien mit Netzen abgesichert. Und auch die Statik des Gebäudes sei über jeden Zweifel erhaben: Als dritter Riesen-Holzkugel soll am Seeufer stehenPartner des fünf Millionen Euro teueren Projekts tritt ein Holzbauunternehmen aus der Steiermark auf, der schon mehrere solcher Bauten auf die Beine gestellt hat. Das bekannteste Bauwerk in dieser Art dürfte das „Ei“ im Nationalpark Bayerischer Wald sein.

Familienfreundliche Ticketpreise

Neben dem natürlichen Baumaterial Lärchenholz, das sich bestens in die Landschaft anpasst, und der zurückgelehnten Atmosphäre legen die Investoren Wert auf familienfreundliche Eintrittspreise. Das Normalticket soll bei zehn Euro liegen, Familien mit Kindern sollen nicht mehr als pauschale 28 Euro für das Tagesticket zahlen.

In einem Anbau wartet nicht mehr als ein bescheidener Imbiss auf die Gäste – eine gewollte Steilvorlage für die Gastronomie ringsum. Überhaupt erhofft sich der Zweckverbandsvorsitzende des Oberpfälzer Seenlands, Landrat Thomas Ebeling, mehr touristische Impulse durch den nur einige Fahrminuten von der Autobahn entfernten Leuchtturm aus Holz. Er habe sich von Anfang an davon begeistern lassen, sagte Ebeling. Dementsprechend reibungslos verlief auch die Genehmigungsprozedur. Auch der Steinberger Gemeinderat und die Einwohner von Oder hätten der Holzkugel vor ihrer Haustür begeistert zugestimmt, sagt Bürgermeister Bemmerl.

Mit zwei bis vier Stunden Aufenthaltsdauer in und um die Kugel rechnen die Investoren. Auf rund 200 Kilometer im Radius kalkulieren sie den Einzugsbereich. Da bleibe immer noch Zeit für die teilweise weit angereisten Gäste für andere Unternehmungen im Seenland. Da sieht Alexandra Beier, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Oberpfälzer Wald, gute Chancen, die ohnehin steigenden Touristenzahlen noch weiter i die Höhe zu treiben. „Eine wunderbare Ergänzung für die Ausflugsziele in der Region“ nannte Beier die Kugel.

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