700 Unterschriften auf Spendeausweisen
Ein großes Aufgebot von Ärzten, Rotariern und Patienten leistete in Straubing und Regensburg Überzeugungsarbeit.
Rege Nachfrage am Organspende-Stand in Regensburg bei Prof. Bernhard Banas mit den beiden Vorsitzenden Bäumel und Närger von der „Hilfsgemeinschaft“. Foto: Bäumel
Straubing/Regensburg. Von den 12.000 in Deutschland benötigten Spendernieren konnten 2011 nur 2850 Nierentransplantationen realisiert werden. Bei anderen Organen sieht es ähnlich aus. Nur 366 Herzen (benötigt: 1039), 1116 Lebern (benötigt 2119) und 337 Lungen (benötigt 606) konnten 2011 transplantiert werden. Generell stagnieren die Zahlen in allen Bereichen seit zwölf Jahren oder sind gar rückläufig. Auch 2011 konnte keine signifikante Steigerung der Transplantationszahlen erreicht werden. Um die Bevölkerung auf diesen Missstand aufmerksam zu machen und über die Organspende zu informieren, fand am vergangenen Samstag bundesweit der „30. Tag der Organspende“ statt.
Betroffene gaben Auskunft
Die Hilfsgemeinschaft der Dialysepatienten und Transplantierten Regensburg/Straubing betrieb auch mit Unterstützung der Mittelbayerischen Zeitung und der AOK ihren Stand im Donaueinkaufszentrum (DEZ) Regensburg und auf dem Stadtplatz in Straubing, wo sie Kugelschreiber, Luftballone, Einkaufstaschen mit ihrem Emblem und dem Aufdruck „Organspende schenkt Leben“, Broschüren und mehrere hundert Organspendeausweise mit zum Teil sehr fruchtbaren Aufklärungsgesprächen verteilen konnte.
Die Schirmherrschaft hatte in Regensburg Prof. Dr. Bernhard Banas, der Leiter des Transplantationszentrums der Universitätsklinik und Generalsekretär der Deutschen Transplantationsgesellschaft (DTG) und in Straubing Prof. Dr. Marianne Haag-Weber, die Leiterin des KfH-Nierenzentrums und Dr. Martin Huber, der Vorsitzende des Ärztlichen Kreisverbands Straubing (ÄKV), übernommen.
Und es war ein voller Erfolg, zeigten sich doch vor allem die Mediziner und Patienten sowie die jungen Rotarier im Rotaract-Club Straubing mit ihrer Präsidentin Dr. Langer-Huber verantwortlich für die Aufklärung der Bevölkerung. Mit am Stand unter dem geräumigen Rotaract-Zelt gaben neben den Schirmherrn mehrere Mediziner, Patienten und auch Krankenschwestern aus dem Dialysebereich Auskunft. Sowohl Transplantierte als auch auf der Warteliste zur Transplantation Stehende haben sich engagiert den Fragen der Passanten gestellt; und deren waren sehr viele.

