Straubing - Nachrichten 16.07.2012, 16:11 Uhr

Der Europapark wird eröffnet

Die Erholungs- und Kulturanlage wird am Freitag eingeweiht. Ohne Mittel der EU wäre das Partnerprojekt mit Tschechien nicht zu realisieren gewesen.

erstes Bild Bild zurück
Bild 1 von 3
Bild weiter letzes Bild
Das neue Erholungsgebiet vereine an einem Punkt Natur, Kultur und Entspannungsmöglichkeiten, sagte Bürgermeister Franz Schedlbauer. Foto: Haas

Das neue Erholungsgebiet vereine an einem Punkt Natur, Kultur und Entspannungsmöglichkeiten, sagte Bürgermeister Franz Schedlbauer. Foto: Haas

Von Johann Haas, MZ

Bogen. Zwischen dem Schulzentrum und Waldfriedhof – im Herzen der Grafenstadt – entstand in den vergangenen zwei Jahren der „Europapark Bayern-Böhmen“. „Diese neue Erholungsoase vereint an einem Punkt Natur, Kultur und Erholungsmöglichkeiten“, sagte Bürgermeister Franz Schedlbauer. Am Freitag wird das Projekt eröffnet, das zu einem großen Teil mit EU-Mitteln finanziert wurde. Daher wird bei der Eröffnungsfeier auch die Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Emilia Müller, dabei sei. Vergangene Woche machte sich der Europaabgeordnete Manfred Weber einen Eindruck vom „Europapark Bayern-Böhmen“.

Nach einer Entwicklungsphase von 30 Jahren sowie zwei Jahren Planungs- und Bauzeit hat die Grafenstadt Bogen ein 70.000 Quadratmeter großes Areal, das es „Europapark Bayern-Böhmen“ nennt. In der Vergangenheit war diese Fläche als Feuchtbiotop ausgewiesen. „Es waren früher Weiden“, erinnert sich Schedlbauer, weiß aber, dass die Stadt dieses Areal schon vor vielen Jahren Grundstück für Grundstück erworben hat, aber finanziell nie in der Lage gewesen wäre, darauf etwas Sinnvolles zu errichten. Natürlich habe es Pläne gegeben, aber eine Realisierung sei stets in weiter Ferne gewesen.

Erst durch die Möglichkeit einer Förderung mit Mitteln der Europäischen Union, verbunden mit Geldern aus dem Fonds für Regionale Entwicklung erkannte die Stadt, dass die Schaffung einer Erholungsoase unmittelbar bevorstehen könne. „Das war für uns ein Glücksfall“, erinnert sich Schedlbauer. Die Vorgaben sahen jedoch vor, dass die Realisierung nur mit der tschechischen Kommune Slavonice umgesetzt werden könne. Es entstand eine Projektpartnerschaft. In Slavonice stand die Rekultivierung des ehemaligen Schlossparks von Mariz an.

Der Baumbestand blieb erhalten

Vor zwei Jahren wurde begonnen, die Wege auf dem Areal festzulegen. Der Baumbestand wurde soweit wie möglich erhalten. Außerdem blieb in zentraler Lage ein Atrium für Veranstaltungen, das Platz für bis zu 400 Personen bietet. Der Kreuzungsbereich der Hauptwege wird als „Europaplatz“ die Wahrzeichen der Partner- und Projektstädte enthalten und den jeweiligen Städten die Möglichkeit zur eigenen Gestaltung geben. In die weitere Gestaltung haben sich auch die örtlichen Schulen eingebracht. So entstanden Lehrpfade, Kunstobjekte, die Verwendung von regionstypischen Materialien oder Vegetationselementen, aber auch Infotafeln zur Geografie, Architektur, Landschaft und Natur der Partnergemeinden. Für die Nachtstunden ist eine Ausleuchtung vorgesehen. Die Wasserfläche und ein Schlittenhügel sollen im Winter für die Jüngeren sichere Sportmöglichkeiten bieten.

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo