Straubing - Nachrichten 10.06.2012, 19:44 Uhr

SPD-Landeschef Pronold in Straubing

Die Gäubodenstadt ist von den Einsparungen betroffen. Die SPD ist sauer auf die CSU-Abgeordneten, die sich jetzt als Retter präsentieren würden.

Florian Pronold (2. von rechts) informierte sich in Straubing. Foto: SPD

Florian Pronold (2. von rechts) informierte sich in Straubing. Foto: SPD

straubing. Im Rahmen seiner Niederbayern-Tour besuchte SPD-Landeschef Florian Pronold auf Einladung des SPD-Stadtverbands das Projekt „Soziale Stadt Straubing-Süd“. Im neuen Quartierbüro im Straubinger Süden stellten die Verantwortlichen der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft und der Evangelisch-Lutherischen Kirche, die hier als gemeinsame Projektpartner agieren, die Pläne für das geplante Familienhaus der Christuskirche vor. Auch die bisherigen Maßnahmen im Rahmen der „Sozialen Stadt SR-Süd“ wurden Pronold dargestellt, und Wohnungsbau-Chef Günter Krailinger erklärte „die Investitionen in die Menschen, die über das Projekt finanziert werden, sieht man nicht, aber man kann sie schon fühlen“.

Neben dem großen Stadtteilfest 2011 und der Realisierung des neuen Radwegs an der Rennbahn, sei vor allem das Quartiersbüro ein Impuls für mehr Lebensqualität, und werde von den Bewohnern bereits gut angenommen. Mit dem neu entstehenden Familienhaus würde nun auch ein sichtbarer Baustein für ein neues Miteinander entstehen.

„Bestes Investitionsprogramm“

Der stellvertretende niederbayerische SPD-Bezirksvorsitzende Peter Stranninger, der den Besuch Pronolds initiierte, und MdL Reinhold Perlak, der seit langem für den Erhalt der Städtebauförderung kämpft, betonten die Wichtigkeit des Programms Soziale Stadt auch für Straubing. „Es gehört zum Weltbild der Sozialdemokratie, nicht nur in Beton, sondern auch in die Menschen vor Ort zu investieren. Aus einem Euro Förderung werden bis zu acht Euro an Investitionen generiert, und damit ist die Städtebauförderung mit der Sozialen Stadt eines der besten Investitionsprogramme, die es je gegeben hat.“

„Die Kassen sind leer“

Doch auch in Straubing schlugen die Kürzungen vor allem bei der Sozialen Stadt durch. „Wir mussten erst alle irgendwie in Betracht kommenden Förder- und Eigenmittel einbringen, bevor wir als kleinen Beitrag obenauf etwas über das Programm Soziale Stadt bekommen haben“, so der planende Architekt Martin Weinzierl. „Die Kassen sind einfach leer!“ Die Besuchergruppe der SPD zollte allen Verantwortlichen im Förderverein um Max Kapfer und Pfarrer Hasso von Winning, aber auch der gesamten Gemeinde der evangelischen Christuskirche, großen Respekt und Anerkennung für das vorbildliche Engagement für das Familienhaus.

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