Reise & Freizeit 25.07.2012, 16:01 Uhr

48 Stunden in Palma de Mallorca

Für ein Wochenende in der Hauptstadt der Balearen gibt es Tausend Gründe – ein paar davon verraten wir.

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Wegen der Schönheit der Stadt und ihrer vielfältigen Möglichkeiten ist ein Wochenende in Palma de Mallorca eigentlich zu kurz. Fotos: Ziegler

Wegen der Schönheit der Stadt und ihrer vielfältigen Möglichkeiten ist ein Wochenende in Palma de Mallorca eigentlich zu kurz. Fotos: Ziegler

Von Wolfgang Ziegler, MZ

Zuerst die schlechte Nachricht: Palma ist nicht Madrid. Die Insel-Metropole hat keine Museen von Weltrang, keine Spitzenmannschaft in Spaniens Primera División, nur wenige Sehenswürdigkeiten, die diesen Begriff ernsthaft verdienen und keine wirkliche Sterne-Küche. Jetzt die gute Nachricht: Palma ist nicht Madrid. Geküsst von der Sonne, die durchschnittlich acht Stunden pro Tag scheint, wartet die Hauptstadt der Balearen mit einem mediterranen Flair auf, das seinesgleichen sucht, und verfügt über dreizehn Badestrände, von denen die Playa de Palma nicht zuletzt wegen des „Ballermanns“ der wohl bekannteste ist. Daneben lädt sie in Dutzende feiner Restaurants, uriger Bodegas und gemütlicher Weinkeller ein, ist sie ein Shopping-Paradies, in dem weder europäische Edel-Schneider noch In-Labels fehlen, gilt sie nicht zuletzt als Nightlife-Location, in der die Nacht gerne zum Tag gemacht wird. Wir waren dort – 48 Stunden lang.

Freitag, 17 Uhr:

Sehen und gesehen werden

Kaum ist der Flieger auf dem stadtnahen Aeropuerto Son San Juan gelandet, auf dem alljährlich knapp 25 Millionen Passagiere ankommen, geht’s nur schnell zum Kofferabstellen ins Hotel – und auch schon los. Die Calles Jaume II, San Miguel, Oms und Sindicat, allesamt als Fußgängerzone ausgewiesen, laden zum Flanieren ein – egal, wie oft man schon in Palma war. Mittendrin die Plaza Mayor, das Wohnzimmer der Stadt. Die wenigen Cafés sind fest in touristischer Hand, was sich nicht in den Preisen widerspiegelt. Die sind durchaus vernünftig.

Wir ziehen trotzdem weiter – in die Traditionsbar Bosch an der Plaza del Rey Juan Carlos I, Palmas wohl bekannteste Einrichtung dieser Art. Erfahrene Bosch-Besucher nehmen einen Tisch an der Hauswand, um alles im Blick zu haben – und selbst gesehen zu werden. Und wer dazugehören will, bestellt den in der Regel nur bei Mallorquinern und Stammgästen bekannten Suau. Der einzige Brandy, der auf der Insel produziert wird, ist ein „Zungenschnalzer“ und muss selbst einen Vergleich mit guten Cognacs nicht scheuen.

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