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Montag, 24. April 2017 16° 2

Tennis

Abwechslung für Kerber

Das Aushängeschild des deutschen Fed-Cup-Teams soll ihre Kolleginnen im Abstiegskampf in Stuttgart mitreißen.

Angelique Kerber wirkt in diesem Jahr nicht so befreit wie zuletzt. Foto: dpa

Stuttgart.Im Image-Filmchen des Fed-Cup-Teams spielt Angelique Kerber selbstverständlich die Hauptrolle. In einer Deutschland-Jacke, mit betonter Stimme und Mimik animiert sie das Publikum, für das Spiel gegen den Abstieg aus der Weltgruppe die Daumen zu drücken. Das Video verdeutlicht die Ausnahmestellung, die Kerber nicht nur am Wochenende gegen die Ukraine inne hat, die der bescheidenen Kielerin aber nicht von Natur aus liegt.

Kerber weiß um ihre exponierte Position auch beim Fed Cup in Stuttgart. In diesem Jahr allerdings scheinen die Pflichten und die Bürde einer Weltranglisten-Ersten die Norddeutsche bisher zu hemmen. Sie wirkt nicht ganz so glücklich, nicht ganz so befreit und ausgeglichen wie gerade in ihrer sensationellen zweiten Jahreshälfte 2016. Von der Selbstverständlichkeit, die Topspielerinnen reihenweise zu schlagen, und dem Druck standzuhalten, ist wenig übrig geblieben. Zweifel und Zaudern kehrten zurück. Das Problem sei der Druck, den sie sich selbst mache, sagte Teamchefin Barbara Rittner, erklärte aber vor der Relegation: „Ich glaube, dass sie die tragende Rolle spielen muss und wird.“

Kerber müsste keinen Fed Cup spielen, wenn sie nicht wollte. Nicht wenige Spitzenkräfte lassen den Mannschafts-Wettbewerb aus, um sich auf die Einzelkarriere zu konzentrieren. Und die Olympia-Zweite wird auch in der kommenden Woche gefordert sein, wenn sie beim Heimturnier in Stuttgart als Titelverteidigerin antritt.

Zum Leben auf der Tour bietet der Fed Cup im Kreis der Gemeinschaft eine willkommene Abwechslung mit Wohlfühl-Atmosphäre. Vor dem drohenden Abstieg zieht Kerber, die auch wieder im Regensburger Bundesliga-Aufgebot steht, die Aufmerksamkeit auf sich und nimmt sie damit von ihren Teamkolleginnen. Sei es von Stuttgart-Fan Julia Görges, die in Regensburg zuhause ist, von Lokalmatadorin Laura Siegemund oder Talent Carina Witthöft. Mit zwei Einzelsiegen gegen die gefährliche ukrainische Spitzenspielerin Jelina Switolina und Lessia Zurenko am Samstag und Sonntag (Spielbeginn: 12 bzw. 11 Uhr) soll Kerber trotz ihrer weitgehend bescheidenden Ergebnisse in dieser Saison die anderen mitreißen. „Die Kunst ist es, den Druck, der auf der einzelnen Spielerin lastet, auf alle Schultern zu verteilen“, sagte Rittner. (dpa)

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