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Tennis

Becker: „Eine Herzenangelegenheit“

Der Tennisstar ist zurück. Es ist die spektakulärste Personalrochade im Deutschen Tennis Bund seit Jahren.

  • Boris Becker kommt auf dem Frankfurter Römerberg mit Krücken zu einer Pressekonferenz des Deutschen Tennis Bundes. Foto: Boris Roessler
  • Boris Becker kommt mit Krücken zur Pressekonferenz des Deutschen Tennis Bundes. Foto: Boris Roessler

Frankfurt.Boris Becker soll die deutschen Tennis-Herren um Top-Ten-Spieler Alexander Zverev zurück in die Weltspitze führen. „Tennis ist eine Herzenangelegenheit für mich. Das ist das, was ich am besten kann“, sagte der dreimalige Wimbledonsieger am Mittwoch in Frankfurt am Main, wo er in seiner neuen Funktion für den Deutschen Tennis Bund vorgestellt wurde. „Ich bin stolz, Head of Men’s Tennis zu sein. Ich liebe diesen Sport, ich liebe dieses Land.“ Bereits zuvor war bekannt geworden, dass der dreimalige Wimbledonsieger und frühere Davis-Cup-Teamchef die neu geschaffene Rolle übernehmen soll.

Becker soll „für den gesamten Herrenbereich verantwortlich sein“, sagte DTB-Präsident Ulrich Klaus im Frankfurter Römer. Becker solle sowohl im Davis Cup als auch im Nachwuchsbereich wichtige Impulse setzen. Seinen ersten Einsatz wird Becker bei der Davis-Cup-Relegationspartie in Portugal haben. Vom 15. bis 17. September kämpfen die deutschen Tennis-Herren in Lissabon auf Sand um den Verbleib in der Weltgruppe.

Im Zuge der umfassendsten Veränderungen im DTB seit Jahren wird die bisherige Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner die Verantwortung für diese neu geschaffene Position bei den Damen tragen. „Ich bin super aufgeregt und neugierig auf die Zusammenarbeit mit Boris“, sagte Rittner. Neuer Fed-Cup-Teamchef wird von der Saison 2018 an Jens Gerlach. Der 44-Jährige soll allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt werden. „Es ist an der Zeit, mit jemandem Neues neue Wege zu gehen“, sagte Rittner.

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Zweiter Aufschlag

Interessant ist der Zeitpunkt. Boris Beckers Engagement kommt – je nach Blickwinkel – zu spät oder zu früh. Zu spät, als dass der Glanz seiner Ära noch...

Der Deutsche Tennis Bund um Präsident Klaus setzt mit der Personalrochade auch auf die Attraktivität des dreimaligen Wimbledonsiegers Becker, der einst die Menschen vor den Fernsehgeräten in seinen Bann zog. Von 1997 bis 1999 hatte Becker den Posten als Davis-Cup-Teamchef inne, ehe es zum Zerwürfnis und zur Trennung kam.

Der ehemalige Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen sieht die Rückkehr von Becker zum DTB als „absolute Bereicherung für das deutsche Team“, wie er t-online.de sagte. „Mit Alexander Zverev an der Spitze hat das deutsche Team mittel- und langfristig wieder die Chance, in den oberen Regionen der Davis-Cup-Weltrangliste mitzumischen“, sagte Kühnen. (dpa)

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