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Sport
Freitag, 15. Dezember 2017 3

Triathlon

Challenge-Streit: Suche nach Lösung

Das Landgericht ruft die Challenge Family und Purendure auf, sich zu einigen, damit die Veranstaltung stattfinden kann.

Im Streit um die Challenge Regensburg gibt es noch keine Lösung. Foto: Archiv/altrofoto.de

Regensburg.Noch 247 Tage bis zum Renntag heißt es auf der Homepage der Challenge Regensburg. Daneben das rot-weiße Challenge-Logo. Doch ob dieses Logo dort zu Recht steht, ist gerade heiß umstritten. Deshalb trafen sich der Lizenzgeber, die Challenge Family mit Sitz in Amberg, und der Regensburger Veranstalter, das Unternehmen Purendure von Tom und Sonja Tajsich, am Donnerstag vor dem Landgericht Nürnberg. Es ging um die Frage, ob Veranstalter Tajsich den Markennamen Challenge weiter verwenden darf. Zu einer Lösung kam es nicht. Möglicherweise noch nicht. Denn das Gericht rief die beiden Vertragspartner dringend dazu auf, sich außergerichtlich zu einigen, damit die Challenge Regensburg stattfinden kann. Falls es dennoch in den nächsten drei Wochen zu keiner Einigung kommt, will das Gericht am 28. Dezember seine Entscheidung verkünden.

Hintergrund des Streits ist ein Zerwürfnis zwischen den Vertragspartnern. Zibi Szlufcik, Geschäftsführer der Challenge Family, hatte im November die Zusammenarbeit mit dem Regensburger Unternehmer Tom Tajsich aufgekündigt. Als Grund nannte er „geschäftsschädigendes Verhalten“ von Purendure und führte dafür ein Interview an, das Tajsich dem Portal triathlon-szene gegeben hat.

Bleibt es bei der Uneinigkeit zwischen den streitenden Parteien, muss das Gericht entscheiden, ob der Lizenzvertrag wirksam gekündigt wurde, wie Justizsprecher Friedrich Weitner der Mittelbayerischen sagte. Von dieser Entscheidung ist wohl auch abhängig, ob die Veranstaltung stattfinden kann. Denn dann ist fraglich, ob die Verträge, die Purendure unter der Maßgabe, die Nutzungsrechte an der Marke „Challenge Regensburg“ zu besitzen, geschlossen hat, noch gültig sind. Davon könnte auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg betroffen sein. Sollte es keine Einigung zwischen den Streitparteien geben oder einen Richterspruch zugunsten der Challenge Family erfolgen, will die Stadt prüfen, ob der Vertrag zwischen beiden Partnern durch den Wegfall des Namens Challenge ungültig ist.

Während Tajsich vor Gericht um seine Challenge kämpft, wirbt er unter dem Titel „Empire Race“ für andere Laufevents in und um Regensburg am geplanten Wochenende 11./12. August 2018. Darunter ein Obstacle Race und die „World Heritage Langdistanz“. Laut Tajsich sind die Wettbewerbe mit der Stadt abgesprochen. Offiziell genehmigt sind sie noch nicht. Der Anmeldestart 1. Dezember wurde zwischenzeitlich verschoben.

(ct/bo/cw)

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