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Freitag, 22. September 2017 21° 2

Eishockey

Eisbären-Auftakt weckt Hoffnungen

Die Regensburger besiegen Crimmitschau mit 2:1 nach Penaltyschießen – und harmonieren dabei erstaunlich gut.
von Heinz Gläser, MZ

Nikola Gajovsky (links) und der EV Regensburg feiern im ersten Testspiel den ersten Sieg. Foto: Brüssel

Regensburg.Der Aufgalopp war äußerst unterhaltsam – und letztlich von Erfolg gekrönt. Eishockey-Oberligist Eisbären Regensburg besiegte im ersten Testspiel der Saisonvorbereitung den DEL2-Klub Eispiraten Crimmitschau am Freitagabend mit 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen, das sich unmittelbar an die 60 Spielminuten anschloss. Vor 1615 Zuschauern in der Donau-Arena erzielte für das Team des neuen Cheftrainers Beppi Heiß der Litauer Arnoldas Bosas (20:39) das Tor in der regulären Spielzeit, Elia Ostwald (14:08) traf für die von Kim Collins betreuten Sachsen. In diesem frühen Stadium der Saisonvorbereitung weckte das phasenweise überraschend gute Zusammenspiel der Regensburger, gepaart mit Spielwitz und Einsatz, durchaus Hoffnungen beim heimischen Anhang.

Ohne großes Brimborium oder aufgeblasenes Drumherum starteten die Eisbären in ihr erstes Testspiel. Die Konzentration galt der sportlichen Aufgabe. Nach eineinhalb Wochen Training und dem ersten Kennenlernen des runderneuerten Kaders hieß es erste Aufschlüsse zu gewinnen.

Im ersten Drittel beendeten beide Teams die Sommerpause mit Volldampf. Noch keine Minute war verstrichen, als Crimmtischaus Willi Weber frei vor Peter Holmgren die Scheibe knapp verzog. Doch die Hausherren konterten prompt. Tomas Guldas Geschoss knallte gegen den Pfosten (5. Minute). Nikola Gajovsky klaute in Unterzahl einem Eispiraten-Verteidiger die Scheibe, blieb aber an Torhüter Olivier Roy kleben. Genauso erging es dem rauschebärtigen Bosas. Roy wehrte auch dessen Nachschuss ab.

Eisbären-Torhüter Holmgren stand seinem Gegenüber wenig später in nichts nach und holte sich die Scheibe reaktionsschnell mit dem Fanghandschuh als Christoph Kabitzky abzog. Gegen Ostwalds abgefälschten Schlagschuss war der Schwede dann indes machtlos. Mit einem 0:1-Rückstand für die Eisbären ging’s in die Drittelpause. Ein Klassenunterschied war höchstes dann erkennbar, wenn der Zweitligist das Tempo anzog.

Nachwuchsgoalie auf der Bank

„Schade! Ich hätte in der Vorbereitung jeden Torwart gerne ein volles Spiel lang gesehen“, mit diesen Worten hatte Beppi Heiß im Vorfeld die aktuelle Situation im Eisbären-Kasten kommentiert. Da der dritte Mann Jonas Leserer voraussichtlich rund zwei Monate pausieren muss, bleibt dem Ex-Nationalspieler dieser Wunsch verwehrt. Gegen Crimmitschau saß zudem der erst 16 Jahre alte EVR-Nachwuchsgoalie Maximilian Ledutke auf der Ersatzbank, da Neuzugang Jakub Urbisch mit einer Prellung am linken Fuß ausfiel.

Mitte der Woche hatte Heiß im Training Reihen formiert und am Zusammenspiel gefeilt. Gegen die Eispiraten bildeten erwartungsgemäß Lukas Heger, Gajovsky und Bosas die erste Sturmreihe. Den neuen Eisbären-Kapitän Peter Flache spannte der Chefcoach mit den Neuzugängen Leopold Tausch und Jason Pinizzotto zusammen. Letzterer hatte in der vergangenen Saison noch für Crimmitschau gestürmt, und nach einem für ihn persönlich unbefriedigend verlaufenen Jahr in Sachsen sollte er gegen seine früheren Teamkollegen besonders motiviert sein. Die dritte Reihe bildeten Yannik Baier, Franz Mangold und Benjamin Kronawitter, allesamt Vertreter der neuen Riege bei den Eisbären. Jakub und David Felsoci sowie Felix Schwarz kamen in der vierten Reihe zum Zug.

Vor Holmgren im Tor spielten die Pärchen Gulda/Kevin Schmitt, Sebastian Alt/Xaver Tippmann, Schütz/Alexander Eckl und Sebastian Wolsch/Philipp Vogel. Kombinationen, die Beppi Heiß in der Vorbereitung auf den Prüfstand stellt.

Im zweiten Drittel schlug der mit großen Erwartungen nach Regensburg geholte Bosas nach Vorarbeit von Gajovsky und Heger zu. Der Litauer nahm nun richtig Schwung auf und deutete sein Potenzial im Zusammenspiel mit Gajovsky und Heger an. Das Publikum hatte seinen Spaß, und Emotionen waren auch im Spiel, als sich Dominic Walsh und Jordan Knackstedt mit hartem Einsatz gegen Holmgren bei den Eisbären-Verteidigern und -Fans unbeliebt machten. Hatten die Sachsen im ersten Drittel leichte Vorteile, so gestalteten die Gastgeber das zweite mindestens ausgeglichen. Garant für das 1:1 war Holmgren, der reihenweise gefährliche Situationen entschärfte. Verdienter Applaus begleitete die Heiß-Schützlinge in die Kabine.

Heger sorgt für die Entscheidung

Collins stellte Clemens Ritschel für Roy ins Tor. Die Eisbären verschafften ihm umgehend Beschäftigung. Sie erspielten sich ein Übergewicht, während sich Crimmitschau auf Konter verlegte. Die Zuschauer honorierten die Vorstellung mit lautstarker Unterstützung. Doch ließen die Regensburger Überzahlsituationen ungenutzt verstreichen. So musste zur Ermittlung des Siegers ein Penaltyschießen her, darauf hatten sich beide Teams im Fall eines Unentschiedens verständigt. Lukas Heger war es schließlich, der die Entscheidung besorgte.

Den Liveticker gibt es hier zum Nachlesen:

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