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Freitag, 24. November 2017 13° 2

Eishockey

Eisbären gehen in Rosenheim leer aus

Die Regensburger halten gegen die Starbulls gut mit. Am Ende entscheiden aber Kleinigkeiten die Partie in Oberbayern.
Von Dieter Krelle und Stefan Liebergesell, MZ

Peter Flache (2.v.l.) versucht vor dem Rosenheimer Tor beim Überzahlspiel einen Torschuss. Er wird bedrängt und kann nicht abschließen. Foto: Feldmeier

Rosenheim.Es waren wieder einmal Kleinigkeiten, die sich im Eishockey-Oberliga-Schlager zwischen DEL2-Absteiger Starbulls Rosenheim und den Eisbären Regensburg zwei Drittel lang gegen die Oberpfälzer verschworen, die bis dahin 1:2 zurücklagen.

„Wir müssen etwas gradliniger werden“, sagte Eisbären-Geschäftsführer Stefan Liebergesell über den Schlussabschnitt. „Die Moral der Mannschaft stimmt. Wir können das noch drehen.“ Er hofft auf den vierten Auswärtssieg.

Mit dem Ausgleich durch den zweifachen Torschützen Nikola Gajovsky fanden die Gäste zurück in die Spur. Doch weil Peter Flache und Bosas in dieser Phase der temporeichen Partie nachzulegen versäumten, blieb es spannend bis zum kuriosen Glücksschuss von Tomas Reichel, der aus spitzem Winkel den bis dahin so überragenden Peter Holmgren zwischen den Schonern überraschte. Das Empty-Net-Tor von Thomas Reichel machte die erste Auswärts-Niederlage perfekt. Bei den Starbulls musste Luca Endres, die etatmäßige Nummer eins Lukas Steinhauer vertreten, bei den Eisbären fehlte der verletzte Leopold Tausch.

Veränderungen im dritten Sturm

Für den bekam Jacub Felsoci seinen ersten Auftritt im dritten Sturm, währen der vierte durch einen der acht Regensburger Verteidiger aufgefüllt wurde. Die Oberpfälzer hatten die erste Chance durch einen Schuss von Peter Flache (2.), gefährlicher aber war der von Jussi Hättinen im Slot abgefälschte Versuch, der knapp über Holmgrens Gehäuse strich (4.). Die erste Strafzeit gegen Rosenheim (6.) sah zwar eine gute Möglichkeit für Jason Pinozotto (7.), im Gegenzug aber die Riesenchance für Michael Fröhlich zum Shorthander, der frei vor Peter Holgren nur die Latte anpeilte. Von da an war richtig Feuer auf dem Eis. Franz Mangold verpasste einen „Riesen“ (8.), danach gewannen die Starbulls deutlich an Dominanz, scheiterten aber immer wieder am Eisbären-Goalie.

Strafzeit zum Führungstreffer genutzt

Die erste Strafzeit der Gäste handelte sich Benjamin Kronawitter (12.) ein. Und die nutzte Dominik Draxlberger (14.) für die im Powerplay bisher selten überzeugenden Hausherren frei vor Holmgren locker zum Führungstreffer. Das war der Wachmacher für den Gast, der zunächst noch Glück hatte, dass die Starbulls das leere Gehäuse verfehlten. Was sich rächen sollte, weil Nikola Gajovsky die Vorarbeit von Kronawitter mit dem 1:1 zum etwas schmeichelhaften Pausenstand veredelte. Die Hausherren kamen zwar mit guten Vorsätzen zum Mitteldrittel auf das Eis, doch wurde deutlich, dass der Gast nun die feinere Klinge schlug, weil Coach Beppi Heiß auf drei Angriffsreihen zurück baute. Dennoch sahen die Zuschauer eine Super-drei-auf-eins-Chance für Rosenheim, bei der Zick die falsche Passentscheidung fällte. Allerdings musste der Gast danach erst mal die zweite Strafzeit (Heger) schadlos überstehen. Doch dann die erneute Starbulls-Führung, als Fabian Zick eine Unstimmigkeit zwischen Sebastian Alt und Xaver Tippmann nutzte.

Eisbären wieder besser im Spiel

Wenigstens überstanden die Eisbären die dritte Strafzeit schadlos und fanden danach wieder besser ins Spiel. Die Folge: Eine Strafzeit für Maximilian Vollmayer, die aber nur Chancen für Jason Pinizzotto und Peter Flache, dazu am Ende einen Pfostenknaller von Gajovsky einbrachten. Wieder einmal stand Aluminium dem Abschluss eines guten Powerplays entgegen. Das Duo Gajovsky-Bosas hatte im Schlussdrittel die erste Chance, doch brachten sich die Regensburger mit der vierten Strafzeit in zusätzliche Schwierigkeiten. Verteidiger Bergmann (44.) aber scheiterte am Save des Regensburger Torwarts. Der hielt auch die Finnen Nättinen und Lammassaari in Schach und schuf damit die Basis für den Ausgleich durch Gajovsky, der nach Vorarbeit von Bosas eiskalt vollendete. Doch ein Glücksschuss von Tomas Reichel, der aus spitzem Winkel zwischen die Schoner von Holmgren traf, brachte die Wende, die Sekunden vor dem Ende Reichel mit einem Treffer ins leere Gehäuse zementierte.

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