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Montag, 18. Dezember 2017 5

Eishockey

Eisbären: In Peiting war nichts zu holen

Weitere Langzeit-Ausfälle in der Abwehr zeigen bei der 4:7-Niederlage ihre Wirkung. Moral im Schlussdrittel kommt zu spät.
Von Roland Halmel und Claus-Dieter Wotruba

Eisbären-Torwart Jakub Urbisch hatte viel zu tun in Peiting und klärte hier gegen Fabian Dietz. Foto: Roland Halmel

Peiting.Am Freitagabend war die Stimmung in der Donau-Arena beim mühevollen 4:3-Heimsieg angesichts eines beinahe verspielten zweimaligen Zwei-Tore-Vorsprungs mau. Dass sich die Irrungen und Wirrungen nach der Trennung von GmbH-Geschäftsführer Stefan Liebergesell bei den Eisbären des EV Regensburg noch auswirkten, zeigten zwei Beispiele: Die übliche Live-Übertragung bei Sprade-TV fiel aus, eine offizielle Zuschauerzahl konnte niemand benennen und war auch bis Sonntagabend nicht nachgetragen. Obendrein war der Erfolg mit drei, teils schwer verletzten Verteidigern teuer erkauft, so dass die 4:7 (0:2, 1:3, 3:2)-Niederlage am Sonntagabend in Peiting wenig überraschend kam.

Nachdem die Langzeit-Ausfälle Leopold Tausch, Lukas Heger und Franz Mangold im Dezember erst nach und nach zurück im Kader erwartet werden, erhöhten Sebastian Alt, Korbinian Schütz und Sebastian Wolsch die Zahl der Ausfälle für Peiting auf sieben Spieler. „Wolsch hat gegen Waldkraiburg einen Stockschlag bekommen, einen Sehnenriss am Finger davongetragen und fällt sechs Wochen aus“, erklärt Beppi Heiß. Korbinian Schütz wird noch länger fehlen „Er hat sich an der Wirbelsäule etwas gebrochen“, sagt Heiß. Ausfallzeit: „Acht bis zehn Wochen“, eventuell droht das Saisonende.

Debütant aus dem Nachwuchs

Nur bei Sebastian Alt sieht die Sache besser aus: Bei ihm traf der Puck einen Nerv an der Hand. „Das kann drei Tage dauern, aber auch zehn“, berichtet Heiß, zog die zuletzt als Stürmer auflaufenden Philipp Vogel und Xaver Tippmann in die Defensive zurück und setzte mit Fabian Birner auch einen 18-jährigen Nothelfer und Oberliga-Debütanten aus dem DNL-Team des EV Regensburg ein. „Er hat gut gespielt. Ich kann insgesamt keinem etwas vorwerfen. Wir haben gekämpft und sind gerannt, aber es fehlen zuviele“, sagte Heiß hinterher. „Mit dem Aufgebot müssen wir die nächsten Wochen auskommen, können vielleicht nicht so aggressiv spielen und müssen schauen, wer nach und nach zurückkommen kann.“

In Peiting lief es gar nicht so schlecht – und wieder unglücklich. Sowohl beim 1:0 durch den schussstarken Verteidiger Brad Miller (5.) als auch beim zweiten Treffer (12.), bei dem Lukas Gohlke in Überzahl (Arnoldas Bosas saß auf der Strafbank) den Schläger reinhielt, sorgten abgefälschte Schüsse dafür, dass Eisbären-Keeper Jakub Urbisch keine Chance hatte. Als nach 31 Sekunden des zweiten Durchgangs Nikola Gajovsky verkürzte, schien eine Aufholjagd möglich. Doch diese Hoffnung zerstörten die Treffer von Ty Morris per Abstauber (25.), als Tomas Gulda eine Strafzeit absaß, erneut Miller (30.) und Anton Saal (34.) binnen nicht einmal neun Minuten in eher rabiater Form.

20 Eisbären-Strafminuten

Der Frust saß tief bei den Eisbären, die sich obendrein in diesem Drittel 20 Strafminuten einfingen. Felix Schwarz bekam zum Beispiel für eine Attacke gegen Torwart Florian Hechenrieder dreimal zwei Minuten aufgebrummt (27.), Jason Pinizzotto hatte Glück, dass er für seinen Check von hinten „nur“ zwei plus zehn kassierte und keine Spieldauerstrafe (37.).

Dennoch: Das Eisbären-Rumpfteam zeigte Moral. Gajovskys zweites Tor (42.) beantwortete Miller zwar mit seinem dritten Treffer (43.), doch lange eher unauffällige Torjäger Bosas (49.) und Kapitän Peter Flache (52.) sorgten mit ihren Toren zum 4:6 noch einmal für einen unerwartet spannenden Endspurt. Peitings drittes Überzahltor durch Gohlke bereitete dem ein endgültiges Ende, als Flache die Strafbank drückte (55.).

Alle Nachrichten rund um die Eisbären des EV Regensburg finden Sie hier.

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