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Dienstag, 21. November 2017 5

Radsport

Froome schafft Double mit Vuelta-Sieg

Der Radprofi gewinnt nach der Tour de France auch die 72. Vuelta gewonnen. Froome schließt die „Höllenfahrt“ erfolgreich ab.

Der Brite Chris Froome (2.v.l.) vom Team Sky hat vor dem Italiener Vincenzo Nibali die 72. Spanien-Rundfahrt gewonnen. Foto: Francisco Seco

Madrid.Chris Froome, der als dritter Radprofi das Double aus Tour und Vuelta-Sieg schaffte, und Alberto Contador auf seiner Abschiedstour waren die schillernsten Figuren der 72. Spanien-Rundfahrt.

Dem viermaligen Sieger der Frankreich-Rundfahrt aus Großbritannien glückte im sechsten Anlauf der erste Erfolg in Spanien. Der 32 Jahre alte Froome hatte sich das leuchtend Rote Trikot des Spitzenreiters auf der dritten Etappe geholt und gab es danach bis zum Finale in Madrid nicht mehr ab.

Viele Emotionen nach dem Erfolg

Der Brite Chris Froome gewann nach der Tour de France auch die Vuelta. Foto: Francisco Seco

In der Endabrechnung triumphierte der überragende Sky-Kapitän, gestützt auf eine treu ergebene und super effiziente Mannschaft, mit 2:15 Minuten Vorsprung vor dem zweitplatzierten Vincenzo Nibali aus Italien. Den letzten Tagesabschnitt in der Hauptstadt hatte sich nach 117,6 Kilometern erneut der Italiener Matteo Trentin mit seinem insgesamt vierten Etappensieg gesichert. Er setzte sich im Massensprint vor Lorenzo Manzin aus Frankreich durch.

Froome war nach seinem Double, das vor ihm nur die Franzosen Jacques Anquetil (1963) und Bernard Hinault (1978) schafften, überwältigt: „Das sind so viele Emotionen jetzt. Es war eine echte Höllenfahrt zum Schluss. Die gesamten drei Wochen waren hart, fast jeden Tag gab es eine Schlacht im Gesamtklassement“.

„Das sind so viele Emotionen jetzt. Es war eine echte Höllenfahrt zum Schluss.“

Chris Froome

Contador kurbelte seine letzten Renn-Kilometer herunter. Der wegen seiner Doping-Umtriebe umstrittene Madrilene hatte seine nimmer versiegende Angriffslust mit seinem ersten Saisonsieg gekrönt. Der 34-Jährige triumphierte - unter gütiger Assistenz des Patrons Froome, der ihn im Finale gewähren ließ - ausgerechnet auf dem gefürchteten Angliru, der höchsten Passstraße Europas. Seine Ambitionen auf einen Gesamtsieg hatte er bei seiner Abschieds-Tour schon früh begraben müssen.

Eine Ehrenrunde zum Abschluss

„Meine Karriere wird immer mit diesem Sieg am vorletzten Vuelta-Tag verbunden sein“, sagte Contador, der über den hämischen Tweet seines Ex-Teamchefs Oleg Tinkow nur lachen konnte. Der Sieger vom Angliru solle Froome für dessen Großzügigkeit „nach einer desaströsen Vuelta etwas zahlen“, forderte der russische Milliardär. Am Schlusstag drehte „Il Pistolero“, der Gesamtfünfter wurde, mit der spanischen Fahne noch eine Ehrenrunde.

„Meine Karriere wird immer mit diesem Sieg am vorletzten Vuelta-Tag verbunden sein.“

Alberto Contador

Die erfreulichste Leistung aus deutscher Sicht nach dem krankheitsbedingten Ausstieg John Degenkolbs zu Rundfahrt-Beginn bot Lennard Kämna. Der 21 Jahre alte Sunweb-Profi wurde bei seinem Debüt in einer großen Länder-Rundfahrt beim schweren Zeitfahren von Lagrono Achter. Danach musste er mit Knieproblemen aufgeben.

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