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Fussball

Jahn puzzelt an der Zweitliga-Zukunft

Die Trainersuche läuft auf Hochtouren. Doch der neue Chefcoach ist nicht die einzige ungeklärte Regensburger Personalie.
von Felix Kronawitter, MZ

Ob Uwe Hesse (3.v.l), Ali Odabas (4.v.l.) und Haris Hyseni (3. v.r.) beim Jahn bleiben, ist noch unklar. Foto: Nickl

Regensburg.Während die Konkurrenten weitgehend schon auf den Trainingsplätzen schuften, weilen die Spieler des SSV Jahn Regensburg noch bis 26. Juni im Urlaub. Urlaub? Das ist für Christian Keller ein Fremdwort. Der Geschäftsführer des Fußball-Zweitligisten eilt derzeit von Termin zu Termin. Denn das wichtigste Teil im Personal-Puzzle fehlt noch: ein neuer Chefcoach. Zudem gibt es noch einige weitere Baustellen bei den Oberpfälzern.

Namen für potentielle Nachfolger von Heiko Herrlich kursieren einige. Mit Norbert Düwel und Willi Kronhardt sollen sich die Oberpfälzer wohl intensiver beschäftigen. „Wir kommen voran“, sagt Christian Keller. Namen will der Jahn-Geschäftsführer aber nicht kommentieren.

In Sachen Trainerverpflichtungen ist Keller immer für Überraschungen gut. Vier Übungsleiter hat der 38-Jährige, der seit 2013 beim Jahn Regie führt, bisher engagiert. Thomas Stratos, Alexander Schmidt, Christian Brand, Heiko Herrlich: Protagonisten, die keiner zuvor so recht auf dem Schirm hatte.

Während sich der Jahn von Stratos, Schmidt und Brand früher oder später letztlich trennte, landete Keller mit Herrlich einen wahren Glücksgriff. Der Ex-Profi formte eine starke Mannschaft, die das Kunststück fertig brachte, von der Regionalliga in die 2. Liga durchzumarschieren.

Keller hält sich bedeckt

Christian Keller lässt sich nicht in die Karten blicken. Foto: Eibner

Ein ähnlich glückliches Händchen will der Jahn-Geschäftsführer auch dieses Mal beweisen. Gespräche mit einigen Kandidaten habe es bereits gegeben, erklärt Keller, der sich aber nicht dazu äußern will, wie viele Kandidaten noch im Rennen sind. Zielsetzung sei weiterhin, dass zum Trainingsauftakt am kommenden Montag ein neuer Cheftrainer auf dem Platz steht. Die Trainersuche genieße oberste Priorität.

„Wenn diese Baustelle gut gelöst ist, dann gilt es die anderen Baustellen zu lösen“, sagt Keller im Blick auf die Kaderzusammenstellung. 18 Spieler besitzen beim Aufsteiger derzeit einen gültigen Vertrag.

Nach Thomas Paulus (Karriereende) und Michael Faber (wechselt zur DJK Vilzing) stehen nun mit Daniel Schöpf, Robin Urban und André Luge die Abgänge Nummer drei, vier und fünf fest.

Die Zukunft eines weiteren Trios ist dagegen noch offen. Ob Ali Odabas, Uwe Hesse und Haris Hyseni weiter für den Jahn auflaufen, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. „Alle drei haben sich beim Jahn voll eingebracht und ihren Anteil an den beiden Aufstiegen. Wir arbeiten an einer guten Lösung“, sagt Keller.

Patrik Dzalto, der für eine Saison aus Leverkusen ausgeliehen war, dort aber keine Zukunft mehr hat, wird beim Jahn wohl einen neuen Kontrakt unterzeichnen. „Wir wollen den jungen Spieler nach so langer Verletzung nicht einfach fallen lassen“, erklärt Keller.

Vier bis fünf neue Spieler sollen noch kommen. Da solle dann auch der neue Coach mitreden, sagt Keller. Mit maximal 25 Feldspielern und drei Torhütern will der Jahn in die Saison starten. Handlungsbedarf sieht der Jahn-Geschäftsführer dabei noch auf einigen Positionen. Neben einem Torhüter und einem Innenverteidiger suchen die Regensburger auch noch einen Sechser, zudem für die Offensive einen Spielmacher und einen frischen Mann für die Flügel. Denn nach aktuellem Stand wird Flügelflitzer Erik Thommy die Sommervorbereitung beim Bundesligisten FC Augsburg absolvieren. „In Regensburg stehen ihm die Türen aber jederzeit offen“, sagt Keller.

Mit Sargis Adamyan, Sebastian Stolze und Jonas Nietfeld hat der Jahn bislang ein interessantes Trio verpflichtet – das in der 2. Liga, wie der Großteil ihrer neuen Teamkollegen daber absolutes Neuland betreten wird. Daher forschen die Oberpfälzer auch nach „dem einen oder anderen, der die Liga schon kennt“.

Schneck folgt Herrlich zu Bayer

Wenn am kommenden Montag der Startschuss für die Zweitliga-Mission bei den Regensburgern ertönt, wird neben Heiko Herrlich ein weiterer Mann fehlen, der zuletzt noch die Richtung vorgegeben hatte: Co-Trainer Nico Schneck. Nach einem Jahr bei den Regensburgern folgt Schneck Herrlich nach Leverkusen. „Wir wollten ihm keine Steine in den Weg legen“, erklärt Keller. Daher habe er mit Bayer-Manager Jonas Boldt eine Lösung gefunden.

Fest steht zudem, dass das von Leverkusens Sportchef Rudi Völler bei der Vorstellung Herrlichs anvisierte Gastspiel des Bundesligisten in Regensburg aus terminlichen Gründen noch nicht in der Sommervorbereitung stattfinden wird.

Dauert es es mit der Verpflichtung eines neuen Cheftrainers doch länger, müssen die Jahn-Spieler kommenden Montag aber nicht ohne Aufsicht ihre Runden drehen. Denn Co-Trainer Andreas Gehlen und Torwart-Trainer Kristian Barbuscak, mit denen der Klub im Mai für eine weitere Spielzeit verlängert hatte, bleiben an Bord.

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