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Freitag, 22. September 2017 21° 2

Fussball

„Man muss miteinander reden“

Jahn-Geschäftsführer Christian Keller spricht mit unserem Medienhaus über die Regensburger Fan-Szene.
Von Jürgen Scharf, MZ

Jahn-Geschäftsführer Christian Keller Foto: dpa

Regensburg. Herr Keller, werden Sie am Treffen in Erfurt teilnehmen?

Ich selbst kann nicht teilnehmen. Zwar würde ich gern, bin an diesem Termin aber verhindert. Es ist aber davon auszugehen, dass ein Vertreter des SSV Jahn vor Ort sein wird.

Was verspricht sich der SSV Jahn von dem Treffen?

Grundsätzlich haben wir keine konkrete Erwartungshaltung, was auf dem Treffen passieren oder rauskommen soll. Wir sind eingeladen und hoffen auf eine gute Diskussionskultur, in der Fan- und Klubperspektive bestmöglich ausgetauscht werden, um eine gute Basis für das weitere Vorgehen zu haben.

Wenn Sie spontan die Regensburger Fan-Szene beschreiben müssten ...

... dann sage ich, dass wir eine sehr stimmungsvolle Fan-Szene haben, die in ihrer Zusammensetzung mittlerweile im positiven Sinn sehr bunt ist. Da ist vom Jung- bis zum Senioren-Fan alles dabei. Außerdem wächst sie sehr stark, was sich an den Zuschauer- und Mitgliederzahlen ablesen lässt und uns sehr freut. Wir haben übrigens auch eine sehr reflektierte Fan-Szene, vor allem die organisierte. Sie macht sich viele Gedanken über den Jahn und überlegt, was sie dazu beitragen kann, dass die Entwicklung des Klubs nach vorne geht.

Sind Sie dafür, die Stadionrichtlinien zu lockern, etwa „Pyro-Shows“ in abgetrennten Bereichen zu erlauben?

Zunächst denke ich, dass das nur einer von vielen Punkten und nicht etwa der Kern dessen ist, um was es den organisierten Fan-Szenen in der aktuellen Debatte geht, auch wenn es medial mitunter nur darauf zugespitzt wird. Zur Pyro-Debatte kann ich ansonsten nur sagen, dass es aktuell verboten ist. Pyro kann im Prinzip sicher ein schöner Anblick sein, ich kann aber nicht beurteilen, ob man es wirklich so durchführen kann, dass es niemanden im Stadion gefährdet. Das ist die Voraussetzung.

Haben Sie allgemein für die Anliegen der Ultras Verständnis?

Ich finde, dass man über alle Themen, die derzeit im Raum stehen, reden muss. Es gibt im Fußball sicher Entwicklungen, die kritisch zu sehen sind. Es ist deshalb absolut gerechtfertigt, diese Themen auch einmal aus anderen Blickwinkeln zu durchleuchten und zu hinterfragen.

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