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Basketball

Mentor Nowitzki als Starthelfer

Maximilian Kleber hat in seiner ersten Saison in der NBA bei den Dallas Mavericks einen prominenten Ratgeber an seiner Seite.
Von Christian Hollmann, dpa

NBA-Rookie Maximilian Kleber (rechts) in Aktion gegen Atlanta Hawks Luke Babbitt bei einem Vorbereitungsspiel der Dallas Mavericks Foto: dpa

Dallas.Für einen Rat von Dirk Nowitzki muss NBA-Neuling Maximilian Kleber nur drei Schränke weiter. Seit ein paar Wochen teilt der 25-Jährige aus Würzburg die Kabine der Dallas Mavericks mit Deutschlands Basketball-Superstar, der ihm mehr denn je als Vorbild und Inspiration dient. „Für mich ist das unheimliche Motivation zu sehen, wie viel Dirk bereit ist zu investieren. Daran sollte ich mir auch ein Beispiel nehmen“, sagte Kleber.

Bis zum Legendenstatus eines Nowitzki ist es für den Nationalspieler ein weiter Weg, noch muss er um jeden Einsatz in der besten Liga der Welt kämpfen. Der Fehlstart der Mavs in die Saison könnte für „Maxi“ die Chance sein, sich mehr zeigen zu dürfen.

Dirk Nowitzki wechselte 1999 zu den Mavericks. Foto: afp

Nach Stationen in Würzburg und Spanien wechselte Kleber im Sommer vom FC Bayern aus der Bundesliga in die NBA, erhielt für eine Saison einen Garantievertrag mit einjähriger Option. Neben Nowitzki, Atlanta-Star Dennis Schröder, Paul Zipser bei den Chicago Bulls und Daniel Theis in Boston ist er der fünfte Deutsche, der diese Saison in der Nordamerika-Liga spielt. Unter Druck setzt Kleber sich nicht. „Ich glaube nicht, dass ich etwas erzwingen muss. Es ist wichtig, dass du als Rookie Bereitschaft zeigst, mitzuhelfen. Auch auf der Bank kannst du das Team unterstützen“, sagte Kleber.

Rolle als Nebendarsteller

Mit sanfter Stimme und angenehmer Bescheidenheit umreißt der Flügelspieler seine vorläufige Rolle als kleiner Nebendarsteller in der Entertainment-Maschine NBA. „Maxi ist für sein Alter super aufgestellt. Er ist sehr intelligent, und es macht wirklich Spaß, sich mit ihm zu unterhalten“, sagte Mentor Nowitzki, der auch aus Würzburg stammt, unlängst bei „spox.com“.

Zipser bleibt sieglos, Theis jubelt

  • Beste Leistung:

    Nationalspieler Paul Zipser wartet mit den Chicago Bulls weiter auf den ersten Saisonsieg. Gegen Vizemeister Cleveland Cavaliers gab es eine 112:119-Niederlage. Der 23-jährige Heidelberger zeigte mit elf Punkten, sieben Rebounds und vier Assists seine bislang beste Saisonleistung. Topscorer war Cavaliers-Superstar LeBron James mit 34 Punkten und 13 Assists.

  • Elf Punkte:

    Nationalmannschafts-Kollege Daniel Theis feierte mit den Boston Celtics den zweiten Sieg in Folge. Das Team aus Massachusetts besiegte die New York Knicks mit 110:89. Theis verbuchte elf Punkte und fünf Rebounds. Jaylen Brown kam auf 23 Zähler. Für die weiterhin sieglosen Knicks war Enes Kanter mit 16 Punkten und 19 Rebounds am erfolgreichsten. (dpa)

Zur Klebers nüchterner Selbsteinschätzung haben auch die schweren Verletzungen beigetragen, die seine Karriere bremsten. „Ich bin jetzt 25 und habe eigentlich so viel gespielt wie ein 22-Jähriger. Das war eine sehr frustrierende Zeit, ich habe aber daraus sehr viel mitgenommen“, sagt Kleber. Im Sommer nach seinem Wechsel nach Dallas verzichtete er auf die EM mit der Nationalmannschaft, um Muskeln und körperliche Stabilität aufzubauen. „Jetzt habe ich einen Rhythmus gefunden und weiß, was ich vom Körper her brauche“, sagt Kleber.

„Es ist eine Umstellung vom Stil und der Schnelligkeit zu dem, was ich aus Europa kenne.“

Maximilian Kleber

Um sich in der NBA durchzusetzen, die deutlich physischer und athletischer als europäischer Basketball ist, muss Kleber, eigentlich der Typ Schwiegermutter-Traum, die Ellenbogen ausfahren. „Ich bekomme positives Feedback. Ich arbeite und werde besser. Es ist eine Umstellung vom Stil und der Schnelligkeit zu dem, was ich aus Europa kenne“, sagt Kleber.

Kleber setzt auf Nowitzki-Rezept

Immer wieder greift er auch auf die Erfahrungen von Nowitzki zurück, der seine 20. und womöglich letzte NBA-Saison spielt. „Er hat mir erzählt, was auf mich zukommt und wie ich mit manchen Sachen umgehen soll. Das hilft mir auf jeden Fall“, versichert Kleber, der ganz in der Nähe der Mavericks-Arena wohnt und daher bislang nur wenig von seiner Wahlheimat gesehen hat.

Maximilian Kleber spielte von 2015 bis 2017 beim FC Bayern München. Foto: dpa

Die unbedingte Verehrung für Mavs-Rekordspieler Nowitzki in der texanischen Metropole ist auch Kleber nicht entgangen. „Man sieht überall das Gesicht von Dirk, egal wo man hingeht. Wenn man jemanden anspricht, ist das nächste Wort nach den Mavericks immer Dirk Nowitzki“, berichtet der NBA-Frischling.

Sich ein Stück von solchem Ruhm zu verdienen, das ist nun Klebers Projekt. Dabei setzt er auf das Nowitzki-Rezept. „Dirk ist unheimlich talentiert. Aber er hat es nicht wegen seines Talents so weit gebracht, sondern wegen harter Arbeit.“

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