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Montag, 18. Dezember 2017 1

Handball

SG Naabtal peilt Landesliga-Aufstieg an

Sechs Erfolge, davon fünf Kantersiege: Der „heimliche“ Spitzenreiter der Frauenhandball-Bezirksoberliga will noch mehr.
Von Gerd Winkler, MZ

Die Naabtal-Damen sind in dieser Saison noch unbesiegt. Foto: sca

Schwandorf.Bevor es aufwärtsging, war der Kollaps zu verhindern: Erst in der Relegation gelang es im Frühjahr 2011 den Abstieg in die Bezirksklasse zu vermeiden. Ein Vierteljahr später fusionierten die Handball-Frauen des HC Städtedreieck mit dem TSV Schwandorf zur SG Naabtal. Im März 2015 gelang als Bezirksligist der Aufstieg in die Bezirksoberliga, die auf Rang vier gehalten wurde. In der zweiten BOL-Saison ging die SG Naabtal im April als Vizemeister über die Ziellinie.

Und nun? Gibt’s im April 2018 den Aufstieg in die Landesliga zu feiern? An diesem Sonntag (18 Uhr) heißt das Nahziel SG Rohr/Pavelsbach, der Tabellenfünfte gastiert in der Schwandorfer Oberpfalzhalle.

Vor dem Start der laufenden Saison hatte Trainer Christian Deml angesichts von drei Absteigern aus der Landesliga vor der „stärksten BOL seit Jahren“ gewarnt. Daher hielt Deml bei der Prognose den Ball flach. „Im „vorderen Drittel mitspielen“, das propagierte der 45-Jährige. Nach sieben Partien rangiert die SG hinter Tabellenführer TS Herzogenaurach II (14:2 Punkte) mit 13:1 Zählern auf Platz zwei.

Im Sommer wechselte ein Trio zur SG. Nach der Findungsphase war klar: „Wir haben jetzt mehr verschiedene Spielertypen, dadurch ist unser Spiel variabler, und ich kann auch auf die gegnerische Taktik flexibler reagieren“. Die Torfrau Claudia Frankerl (vorher HSG Nabburg/Schwarzenfeld) spielt einen gut getimten langen Ball. Deml: „Wir konnten unser Umschaltspiel nach vorne neu aufziehen und haben mehrere Varianten trainiert.“

Dank Kerstin Schmid (vorher SG Regensburg) agiert im Rückraum neben Corinna Schiessl nun eine weitere Spielerin, die aus der Distanz wirft. Weil die gegnerische Abwehr deshalb früher reagieren muss und somit Räume preisgibt, profitieren die Nebenleute am Flügel und am Kreis.

Mit Verweis auf den traditionell schwierigen August – in Burglengenfeld und in Schwandorf sind die Hallen gesperrt, Training ist nur auf einem Tartan- und einem Hartplatz möglich – hat Deml zwar mit den mittlerweile sechs Erfolgen gerechnet, aber nicht damit, dass gleich fünf Kantersiege mit zehn Toren Differenz dabei sind. Andererseits sind die Torlawinen gegen die letzten fünf Teams im Zwölferfeld zustande gekommen.

„Einige Brocken kommen noch. Erst Mitte Dezember kann ich sagen, ob wir ganz vorne mitspielen werden“, hält Deml den Ball weiter flach. Den ersten Härtest hat man nämlich letzten Samstag nur mit einem blauen Auge überstanden: Nach einem 21:24-Rückstand beim Landesliga-Absteiger Nabburg/Schwarzenfeld gelang gerade noch ein 24:24.

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