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Sport
Samstag, 18. November 2017 5

Jubiläum

Walter Röhrl: Drei Seiten der Legende

Der ehemalige Rallye-Weltmeister wird 70. Der Regensburger gab uns drei verschiedene Interviews über sein aufregendes Leben.
Von den Volontären der MZ

Walter Röhrl, hier auf einem Archivbild vom 12.02.1990. Der gebürtige Regensburger, dessen Karriere 1987 mit zwei Weltmeister-Titeln endete, lebt immer noch in Ostbayern. Foto: Archiv/dpa

Walter Röhrl über den Sport und seine Beifahrer:

„Wenn einer 4:50 Minuten schneller fährt als die gesamte Weltelite, dann fragen sich viele: ’Wie macht der das, hat der Röntgenaugen?‘“

„Ich habe sehr schnell gemerkt, dass er eine ganz besondere Gabe hatte. Während andere Beifahrer während der Fahrt kaum einen geraden Strich zustande brachten, notierte er die Einzelheiten einer Strecke in Druckschrift.“

„Wir waren 300 Tage im Jahr miteinander unterwegs.“

„70 Meter, Baum rechts, 50 Meter Stein links. Ich habe die Objekte dann beim Fahren gedanklich abgehakt.“

Lesen Sie hier das gesamte Interview!

Ein Walter Röhrl hat seine eigenen Gesetze:

„Gesetze müssen für die Dümmsten gemacht werden. Der Gesetzgeber muss die Dummköpfe schützen.“

„Ich habe in meinem ganzen Leben nur einen Punkt gehabt.“

„Da kann 80 stehen und ich fahre 60, da kann aber auch 80 stehen und ich fahre 140. Weil ich sag: Ich bin derjenige, der weiß, wie es geht.“

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Rallye-Legende Walter Röhrl

  • Reputation:

    Walter Röhrl gehört zu den herausragenden Rallye-Fahrern der Motorsportgeschichte. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda nannte ihn einst „Genie auf Rädern“. In Italien wurde er zum „Rallye-Fahrer des Jahrhunderts“ gewählt, eine Jury aus 100 Motorsport-Experten aus der ganzen Welt kürte ihn einst zum „besten Rallye- Fahrer aller Zeiten“. In Frankreich erkoren ihn seine Kollegen zum „Rallye-Fahrer des Millenniums“.

  • Erfolge:

    Walter Röhrl ist zweifacher Rallye-Weltmeister (1980, 1982) und feierte insgesamt 14 Siege bei WM-Läufen. Er gewann viermal die Rallye in Monte Carlo. Röhrl war auch bei Rundstreckenrennen erfolgreich und hätte durchaus eine Formel1-Karriere einschlagen können. Der Regensburger lehnte ab und blieb in erster Linie der Rallye-Klasse treu. Röhrl erhielt neben zahlreichen anderen Auszeichnungen 2011 den Bayerischen Sportpreis für sein Lebenswerk.

  • Teams und Wegbegleiter:

    Röhrl war für viele Teams im Einsatz. Der Regensburger fuhr für Opel, Fiat, Porsche, Lancia und Audi. Sein Regensburger Freund Herbert Marecek gilt als sein Entdecker und großer Förderer. Er war auch Röhrls erster Beifahrer. Die Rennsportlegende arbeitete daraufhin mit mehreren Co-Piloten zusammen. Seine erfolgreichsten Jahre hatte Röhrl mit Christian Geistdörfer. Mit ihm feierte er unter anderem seine zwei Weltmeisterschaften. (sb/jh)

Walter Röhrl – ganz persönlich:

„Ich bin bei 180 km/h und 8000 Umdrehungen furchtbar abgeflogen. Und ich wusste, dass es rechts ungefähr 100 Meter runter geht. Bei den Überschlägen ist mein Leben vor meinem inneren Auge abgelaufen.“

„Ich habe nur noch auf den Schlag gewartet und gewusst, wenn ich unten ankomme, muss es zu Ende sein.“

Walter Röhrl erlaubt im Video einen Blick in seine Garage:

Rallye-Legende Walter Röhrl wird 70

„Als mein erster Sieg in der Zeitung stand, musste ich natürlich beichten. Meine Mutter war nicht begeistert: Jede Rallye, zu der ich gefahren bin, war für sie der endgültige Abschied. Bei einem Rennen war sie nie dabei. Im Gegenteil: Sie fand das asozial.“

Drei Fragen an die Rallye-Legende – die Antworten sehen Sie hier im Video:

Drei Fragen an Rallye-Legende Walter Röhrl

Lesen Sie hier das gesamte Interview!

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