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Sonntag, 19. November 2017 7

Pferdesport

Werth reitet erneut zu Gold - Silber für Rothenberger

Nach dem Team-Gold gibt es bei der ersten Einzel-Entscheidung in der Dressur wieder Grund zum Feiern. Die erfolgreichste Reiterin der Welt trumpft erneut auf.
Von Michael Rossmann, dpa

Dressurreiterin Isabell Werth holte mit Weihegold in Göteborg ihre 16. Goldmedaille. Foto: Friso Gentsch

Göteborg.Isabell Werth musste mehr als eine halbe Stunde bangen - dann durfte sie wieder einmal feiern. Erst nach dem Ritt ihres schärfsten Konkurrenten Sönke Rothenberger stand fest, dass die 48 Jahre alte Dressurreiterin aus Rheinberg ihre 16. EM-Goldmedaille sicher hatte.

Die erfolgreichste Reiterin der Welt setzte sich in Göteborg im Grand Prix Special im Sattel von Weihegold vor ihrem Mannschaftskameraden mit Cosmo durch. „Ich bin super-super-happy“, kommentierte die strahlende Siegerin, die anfangs verhalten ritt. „Ich habe gedacht, mach hier keine Fehler.“ Je länger sie ritt, desto besser wurde die Vorstellung mit ihrer Stute. „Am Ende machte sie das super“, sagte Werth und fügte augenzwinkernd an: „Im Verhältnis zu allen anderen können wir uns noch sehen lassen.“ Eine weitere Chance auf Gold gibt es in der Kür.

„Die Stute ist in der Form ihres Lebens“, schwärmte die Reiterin über Weihegold. „Man muss die Fehler bei ihr suchen. Bislang sind es präzise, kontrollierte und doch kämpferische Ritte.“

„Besser geht es nicht, Platz eins und zwei“, kommentierte Bundestrainerin Monica Theodorescu. „Und dann noch mit so hohen Noten - klasse.“ Werth siegte mit 83,613 Prozent. Silber sicherte sich der 22 Jahre alte Rothenberger, der für seinen Ritt im Ullevi-Stadion mit Cosmo 82,479 Prozent erhielt. Dritte wurde die Dänin Cathrine Dufour mit Cassidy (79,762).

„Ich bin wirklich sehr, sehr glücklich. Es ist schon erstaunlich, wie gut er geht“, sagte der Reiter aus Bad Homburg über seinen Wallach. „Ich hätte nicht damit gerechnet, hier so weit vorne zu landen.“ Über Werth sagte er: „Isabell weiß, wie man auf den Punkt sein muss.“

Kleine Aussetzer hatte der von Dorothee Schneider gerittene Sammy Davis Jr. im Grand Prix Special. Nach dem Ausfall ihres Olympiapferdes Showtime musste die Reiterin aus Framersheim notgedrungen auf den Wallach setzen, der seine erste Saison in den schweren Prüfungen erlebt. Schneider wurde im Special Zwölfte und war froh, „dass ich überhaupt hier bin - das ist mit Sammy schon ein Mega-Erfolg“.

Schlimmer erwischte es Helen Langehanenberg mit Damsey. Nach dem Team-Gold lief es für die Reiterin aus Billerbeck im Special schlecht. Ihr 15 Jahre alter Hengst bockte während des Rittes. „Er war sehr verspannt“, berichtete Langehanenberg. „Er lief sich heißer und heißer.“ Bereits nach der Siegerehrung im Anschluss an das Mannschafts-Gold „war es nicht optimal“. Sie landete auf Rang 21 und darf nicht in der Kür starten.

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