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Sport
Samstag, 25. November 2017 4

Kommentar

Zweiter Aufschlag

Ein Kommentar von Heinz Gläser, MZ

Interessant ist der Zeitpunkt. Boris Beckers Engagement kommt – je nach Blickwinkel – zu spät oder zu früh. Zu spät, als dass der Glanz seiner Ära noch nachhaltig aufs deutsche Tennis ausstrahlen könnte. Zu früh, um sich einen altersweise-abgeklärten Becker vorzustellen, der wie sein eigenes Denkmal über den sportlichen Dingen thront.

Als seine Sportart hierzulande nach der Jahrtausendwende ins Siechtum fiel, war der Held nicht zur Stelle. Nun, da der kometenhafte Aufstieg Alexander Zverevs endlich wieder glänzende Perspektiven eröffnet, hätte es eines schillernden „Head of Tennis“ wohl nicht mehr bedurft.

Einerlei: Boris Becker hat seinen zweiten Aufschlag. An der Aufgabe als Daviscup-Teamchef war er einst krachend gescheitert. Mal sehen, ob die Zeit als Coach von Novak Djokovic aus dem notorischen Tennis-Egomanen doch noch einen echten Teamplayer gemacht hat.

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