Sport aus der Region Cham 18.07.2012, 17:05 Uhr

24 Stunden auf dem Rennrad

Triathlet Rainer Steinberger startet beim 24-Stunden-Rennen in Kelheim. Seine Konzentration gilt aber bereits dem Ironman in Hawaii im Oktober.

Der Triathlet probiert es dieses Mal als 24-Stunden-Radler. Foto: cfy

Der Triathlet probiert es dieses Mal als 24-Stunden-Radler. Foto: cfy

Von Jürgen Ziereis

PÖSING. Laufschuhe und Neoprenanzug kann Rainer Steinberger diesmal zu Hause lassen. Für seine nächste Herausforderung braucht der 36-jährige Triathlet nur sein Rennrad – doch das ziemlich lange, 24 Stunden lang.

Als einer von etwa 180 Einzelstartern – so viele wie noch nie – nimmt er die Herausforderung des 24-Stunden-Rennens von Kelheim an, los geht’s am Samstag um 14 Uhr. Nach dem „sportlichen Tiefpunkt“ im Vorjahr, als ein Bandscheibenvorfall den zweifachen Vater zurückgeworfen hatte, meldete sich Rainer Steinberger zurück mit einer Top-Platzierung beim Regensburger Ironman.

Eigentlich ja ein Triathlet

Doch will der Pösinger seine Grenzen jetzt auf bislang unbekanntem Terrain austesten, wie er sagt: „Mein Wettbewerb ist sonst nach acht, neun Stunden vorbei. Das ist ein anderes Radfahren und schwierig einzuschätzen, wie gut es nach zwölf Stunden noch geht.“ Zumal sich ein ambitionierter Athlet wie Steinberger nicht damit zufrieden gibt, nur durchzuhalten. „Ich hoffe, dass ich die Spezialisten lange ärgern kann. Die sind mein Maßstab. “

Zu den Langstrecken-Spezialisten gehört auch Bruder Bernhard Steinberger, der Kelheim bereits aus eigener Erfahrung kennt und das Rennen vor vier Jahren auch gewonnen hat, heuer aber nicht mitfährt. „Von Bernhards Erzählungen weiß ich, welcher Hexenkessel das ist“, freut sich Rainer Steinberger schon auf die Gaudi im Herzen der Kreisstadt – allerdings auch auf die Ruhe entlang des gut 17 Kilometer langen Rundkurses. „Ich mag die Stimmung schon und registriere auch, wenn mein Name gerufen wird – aber ich brauche auch die Momente, an denen ich alleine leiden kann.“

Nur auf dem Radl gesessen ist der 36-Jährige in den letzten Wochen freilich nicht, schließlich ist er trotz des Kelheim-Abstechers Triathlet – und auch hier wartet das nächste große Ziel mit der Mutter aller „Eisenmänner“, dem Ironman auf Hawaii Mitte Oktober. „In den letzten drei Wochen habe ich das Radtraining schon intensiviert, aber deshalb darf ich das Laufen und Schwimmen nicht vernachlässigen.“

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