Nichts als Fußbälle im Kopf
30 Nachwuchskeeper haben beim ersten Torwartcamp Bayerwald am Roten Steg viel dazugelernt. Eine Wiederholung ist geplant.
Bad Kötzting. „Ein Torwart is a bisserl verrückt“, mit diesen Worten begann ChristophBergmann, seines Zeichens Keeper beim Landesligisten 1. FC Bad Kötzting und Physiotherapeut seinen Vortrag. Und er weiß, wovon er spricht. Mit Bergmanns Beitrag zum Thema „Verletzungen bei Torhütern“ begann der zweite Tag des Torwartcamps Bayerwald am Roten Steg. 30 Nachwuchskeeper ließen sich von ihm zeigen, wie sie etwa einen verletzten Finger fachgerecht tapen, wie sie sich richtig und gezielt aufwärmen, um körperlich und mental gut vorbereitet ins Spiel oder Training zu gehen.
Diese „Theorie-Einheit“ wurde am Sonntagmorgen kurzerhand vorgezogen, denn es regnete wie aus Eimern – uns so „verrückt“ waren dann die Jungs und ihre 13 Trainer doch nicht, um sich bei diesem Wetter gleich auf den Rasen zu stürzen. Eine Stunde später nieselte es nur noch. Und dann ging es, wie schon am Samstag, an die praktischen Übungen.
Fünf Stationen hatte Camp-Initiator und Organisator Marco Rackl mit seinem Torwart-Trainer-Team aufgebaut, in denen die Nachwuchsleute speziell geschult wurden. Und die Regeneinheit am Sonntag nahmen alle gelassen. Die lieferte sozusagen nebenbei noch Tipps und Tricks, wie mit nassen Bällen umgegangen werden soll. Bei den jüngeren Keepern bis 15 Jahre, die bis von Eging am See, Hutthurm, Schwarzenfeld, Dingolfing und auch aus der näheren Umgebung kamen, wurde, so Rackl, mehr auf die Technik geachtet. Bei den älteren „haben“ Stefan Graßl, AlexanderKracun, ChristianWloch und Co. „richtig Gas gegeben“. Zwei Einheiten mit jeweils 75 Minuten wurden an jedem Tag absolviert. Dazwischen gab es „Theorie“. Schiedsrichterin Ulli Riedl zeigte anhand von Videobeispielen, welche Regeln für Torhüter besonders wichtig sind, und welche Kriterien die Schiris etwa bei „Zweikämpfen“ mit Keepern zugrunde legen. Extremsportler Bernhard Steinberger war für die „Motivation“ zuständig. Er sprach darüber, wie etwa „Grenzen im Kopf“ überwunden werden können. Fitness-Trainer Ivo Haag hielt eine Schnuppereinheit zu „Live-Kinetics“. Eine neue Form des Trainings, für Körper und Geist, die den Fußballern helfen soll, schneller zu reagieren. Rundum gut verpflegt wurden die Keeper von einem Team der Bad Kötztinger Jugendabteilung.






