Erding überfordert: EVR gewinnt mit 9:2
Alle Playoff-Zweifel beseitigt: Mit einem deutlichen 9:2-Erfolg geht der EV Regensburg am Freitag aus dem Duell mit Erding hervor.
Der Regensburger Eishockey-Oberligist EVR ließ dem TSV Erding am Freitag keine Chance. (Foto: Nickl)
Regensburg. Das war die optimale Einstimmung auf den Endspurt in der Vorrunde der Eishockey-Oberliga Süd: Beim 9:2 (4:0, 3:0, 2:2) gegen den überforderten Aufsteiger TSV Erding bot der EV Regensburg seinen Anhängern eine zwei Drittel lang überzeugende Heimvorstellung und beseitigte auch den letzten theoretischen Zweifel an der Playoff-Qualifikation. Für Rekonvaleszent Sven Gerike war das genau die richtige Einstimmung für den Auftritt am Sonntag um 18 Uhr beim Spitzenreiter EC Peiting.
Beim EVR wurde zwar John Sicinski wegen einer Knöchelreizung geschont, doch wirkte sich dieser zusätzliche Ausfall nicht aus, weil vier motivierte Straubinger Förderlizenzspieler zusätzliche Qualität ins zeitweise durchaus ansehnliche Kombinationsspiel brachten.
Dagegen musste der ebenfalls mit Verletzungsausfällen konfrontierte Gästetrainer Markus Knallinger schnell erkennen, dass es nicht ausreichte, seine Gladiatoren nur auf Defensive einzuschwören. Innerhalb von 2:12 Minuten brach das Unheil über die Erdinger Nummer drei Manuel Neubauer herein, der für Viona Harrer (Länderspiel) und Timon Ewert (Zweitliga-Einsatz für Rosenheim) zwischen den Pfosten stand.
Er musste vier Treffer durch den als Spieler des Monats geehrten Thomas Daffner (12:11), Maximilan Forster (13:54), Leopold Prantl (14:04 in Überzahl) und Benedikt Brückner (14:22) hinnehmen, ehe der Gästecoach mit einer Auszeit noch größeren Flurschaden verhindern konnte. Davor hatte der Gast nach Pfostenschuss von Sven Gerike (4.) zwei klare Konter-Chancen durch Ales Jirik (6.) und Lars Bernhardt (8.) ausgelassen.
Mit dem schnellen 5:0 durch Marcel Brandt (22:17) war der Torhunger der Gastgeber noch längst nicht gestillt. Erst verhalf Kyle Schmidt im zweiten Powerplay mit Sicinski-Vertreter Bernhard Keil auch dem dritten Straubinger zu einem Erfolgserlebnis (29:04). Dieser revanchierte sich nur 39 Sekunden später mit ebenso präzisem Zuspiel auf den Amerikaner zum 7:0-Zwischenstand.
Mit einem Pfostenschuss von Sebastian Lachner (42.) deutete der Tabellenletzte ungebrochene Moral an und belohnte sich durch den Ehrentreffer von Ales Jirik (43:54). Auf der Gegenseite verschaffte Trainer Günter Eisenhut seinen Youngsters noch Spielpraxis. Weil aber doch ein Gang zuviel zurückgeschaltet wurde, durfte auch Alexander Gantschnig (52:12) noch ein Erfolgserlebnis mit auf die Heimfahrt nehmen. Das letzte Wort aber hatte der EVR mit Überzahltreffern von Gerike und Daffner.



