EVR gegen Ravensburg chancenlos
Die Regensburger kassieren im Vorbereitungsspiel gegen verspielte Towerstars eine 0:3-Niederlage – und waren damit noch gut bedient.
EVR–Spieler Josef Menauer (l.) gegen Ravensburg Foto: Schmeilzl
Regensburg. Der Eishockey-Oberligist EV Regensburg kann in der Vorbereitung gegen Zweit-Bundesligisten nicht gewinnen. Gelang den Mannen von Leos Sulak aber beim 3:4 gegen den EV Landshut noch ein Achtungsergebnis, so mussten sie sich am Sonntag dem technisch und läuferisch überlegenen EV Ravensburg mit 0:3 (0:1, 0:2, 0:0) geschlagen geben und durften sich da ein wenig für die nachlässige Chancenverwertung der Towerstars bedanken. Bis zum DEB-Pokalspiel am Sonntag gegen den ESV Kaufbeuren bleibt dem Trainer noch eine Menge Arbeit.
Der EVR hatte seine Förderlizenzspieler Marzel Brandt und Leo Prantl für einen Einsatz bei den Straubing Tigers abgestellt und musste zudem Bogdan Selea und Martin Rehthaler ersetzen. Den Towerstars fehlten Brian Malony, Lukas Slavetinsky, Christopher Oravec und Simon Sezembski.
Von Anfang an war Goalie Martin Cinibulk mehr beschäftigt als sein Gegenüber Christian Rohde, der aber in der ersten EVR-Überzahl Glück hatte, dass Waldemar Detterer über die Scheibe schlug. Der EVR-Gaolie hatte gute Szenen gegen Sebastian Schwarz, Matt Kelly, Tryout-Spieler Ty Morris, Brian Malony und Frederik Cabana. Kurz vor Drittelende erlitt er ein Verteidiger-Eigentor, nachdem er gegen den von Tommi Hannus freigespielten Marko Friedrich (19:06) noch gerettet hatte.
Den Überzahlchancen von Andi Pielmeier und John Sicinski gleich zu Wiederbeginn folgte eine starke Druckphase der Towerstars, die fast ungehindert zu Torchancen und folgerichtig auch zum 2:0 kamen. Sebastian Schwarz (27:17) traf im Powerplay, nachdem Andreas Gawlick zuvor den Pfosten angepeilt hatte. Sicinski hätte nach Pass von Martin Ancicka den Anschluss erzielen können. Doch das 3:0 machte für die kombinationsverliebten Gäste Marko Friedrich (36:54).
Weil Detterer in EVR-Überzahl nur die Latte traf, behielt Rohde die weiße Weste. Und auch wenn die Hausherren mit ihren Angriffsbemühungen etwas mehr Druck erzeugten, blieb sein Shutout letztlich sogar bei einigen Überzahl-Proben ungefährdet. Dass Schiedsrichter Alfred Hascher 19 Sekunden vor Ende eine Matchstrafe für Martin Hlavacka verhängte, war nach einer Partie mit Freundschaftsspiel-Charakter ein Witz.

