EV Regensburg 22.02.2012, 22:49 Uhr

EVR wird in Erding überrollt

Der Oberligist aus Regensburg kommt beim Tabellenschlusslicht nicht über eine 1:7-Niederlage hinaus.


        EVR-Förderlizenzspieler Bernhard Keil (links im roten Trikot) handelte sich gegen Erding eine Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauer ein. Foto: Nickl

EVR-Förderlizenzspieler Bernhard Keil (links im roten Trikot) handelte sich gegen Erding eine Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauer ein. Foto: Nickl

Von Wolfgang Krzizok und Dieter Krelle, MZ

Erding. So viel hatte sich der EV Regensburg für den vorletzten Auftritt in der Hauptrunde der Eishockey-Oberliga Süd vorgenommen. Doch mit einem peinlichen Auftritt beim 7:1 (3:0, 3:0,1:1 ) siegreichen Tabellenletzten TSV Erding verpassten die Mannen von Günter Eisenhut die Chance, Passau von Platz sieben zu verdrängen. Theoretisch besteht die Chance für den Achten immer noch, doch nach dieser Demütigung am Aschermittwoch durch die Gladiators, die sich für das letzte 2:9 eindrucksvoll rehabilitierten, müsste am Freitag um 20 Uhr gegen den EHC Klostersee schon ein Wunder geschehen.

Schon das erste Drittel passte so ganz zum bisherigen Saisonverlauf. Gerade hatte der EVR aus doppelter Unterzahl auf vier Spieler ergänzt, als Gladiators-Torjäger Daniel Krzizok (11:13) zum 1:0 einnetzte. Dann sah Schiedsrichter Aumüller ein Beinstellen von Förderlizenzspieler Bernhard Keil (12:30) als Kniecheck: Spieldauerstrafe und fünf Minuten Unterzahl. In dieser scheiterten Martin Prochazka (13.) und Sven Gerike frei an Torfrau Viona Harrer. Der ehrgeizige Tabellenletzte, für den anfangs Ales Jiri zweimal an Englbrecht gescheitert war, durfte dagegen unerwartet jubeln, weil Maximilian Englbrecht die Scheibe nach harmlosen Schlenzer von Stefan Peipe (19:28) passieren ließ. Nur 20 Sekunden später setzte Krzizok Saisontreffer 33 zum 3:0 drauf. Purer Frust für die 100 mitgereisten EVR-Fans.

Der steigerte sich nach zehn engagierten Minuten in Drittel zwei, in denen aber Prochazka, Thomas Daffner, Marcel Brandt und Mario Dörfler an der überragenden Nationaltorhüterin Viona Harrer scheiterten. Der erste Erdinger Konter brachte eine Strafzeit für Erding. Nach nur fünf Sekunden Überzahl verpasste Jirik (30:17) dem EVR den Garaus, zumal Kyle Schmidt kurz darauf aus zwei Metern in die Harrer-Fanghand schoss. Als Englbrecht danach Timo Borrmann das 5:0 (32:11) schenkte und seinen gebrauchten Abend beendete, war alles gelaufen.

Das weiterhin katastrophale EVR-Abwehrverhalten musste danach Jonas Leserer auslöffeln, den der Hammer von Jiri Jelinek (34:21) noch kalt traf und den dann Alexander Gantschnig (43:01) überwand, weil er einfach mal unbekümmert drauf hielt. Zu solch konsequentem Abschluss war beim EVR keiner fähig. Als Daffner es einmal ernsthaft versuchte, scheiterte er am Kreuzeck. Sicinskis Ehrentor in Überzahl (17:04) war nur ein schwacher Trost.

 

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