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Freitag, 24. November 2017 13° 2

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Hamilton erobert Pole vor Vettel

Der Brite rast im Mercedes auf Startplatz eins und könnte schon am Sonntag beim Grand Prix der USA wieder Weltmeister werden.

Der Brite Lewis Hamilton von Mercedes in Aktion. Foto: dpa

Austin.Lewis Hamilton ist seinem vierten Formel-1-Titel wieder ein Stück näher. Der Mercedes-Pilot holte sich am Samstag (Ortszeit) in der Qualifikation zum Grand Prix der USA die Pole Position und kann damit weiter auf die vorzeitige WM-Entscheidung am Sonntag hoffen. Sebastian Vettel musste sich im Ferrari mit dem zweiten Platz begnügen, 0,239 Sekunden betrug sein Rückstand trotz einer starken Schlussrunde. In der Gesamtwertung liegt der Deutsche bereits 59 Punkte hinter Hamilton. Als Dritter startet der Finne Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil ins viertletzte Saisonrennen.

„Lewis ist tolle Runden gefahren. Ich habe mich am Anfang etwas schwer getan, am Ende bin ich glücklich“, sagte Vettel. Hamilton stieß zunächst ein „Yeehaw“ aus und meinte dann: „Ich liebe diese Strecke, aber es wird ein harter Kampf.“

Circuit of The Americas

  • Streckenlänge:

    Die Strecke beim Großen Preis der USA ist insgesamt 5,5 Kilometer lang. Bei 56 vorgegebenen Rennrunden müssen die Formel 1-Fahrer am Sonntag knapp 310 Kilometer zurücklegen.

  • Rundenrekord:

    Die schnellste Runde während eines Rennens auf dem Circuit of The Americas gelang Sebastian Vettel im Jahr 2012. Der Deutsche fuhr die Runde in 1:39,347 Minuten. Im Qualifying im Jahr 2012 schaffte es Vettel sogar in 1:35,657 Minuten.

  • Meiste Siege:

    Die Statistik spricht beim Rennen am Sonntag für Lewis Hamilton. Dem Engländer gelangen gemeinsam mit Michael Schumacher die meisten Siege in den USA – jeweils fünf. Mit einem Sieg könnte Hamilton alleiniger Spitzenreiter werden.

  • Rennen in Austin:

    Der Große Preis der USA wurde bereits auf vielen verschiedenen Strecken ausgetragen. In Jahr 2012 ist der Circuit of The Americas als fester Veranstaltungsort festgelegt worden.

Für Vettel hatte das viertletzte Grand-Prix-Wochenende der Saison einmal mehr mit Sorgen begonnen. Nach dem Freitagstraining sah sich Ferrari gezwungen, das Chassis des Deutschen zu wechseln. Vettel hatte zuvor über ein ungewöhnliches Gefühl im Cockpit geklagt und sich in der zweiten Übungseinheit ins Kiesbett gedreht. Die Rennkommissare erlaubten den Tausch und erteilten Vettel nach einer erneuten technischen Überprüfung des Autos die Startfreigabe.

Technische Probleme warfen Vettel zurück

Vettel muss am Sonntag zittern. Foto: dpa

Den Hessen allerdings dürfte der erneute Technik-Ärger an die verpatzten Asienwochen erinnert haben, die ihn wohl seine Titelchance kosteten. Nach seinem Startunfall von Singapur hatten ihn ein Motorendefekt in Malaysia und eine kaputte Zündkerze in Japan weit hinter Hamilton zurückgeworfen. „Es gibt Gründe für diese Probleme, wir müssen einiges besser machen“, mahnte Vettel in Austin.

Immerhin kam der 30-Jährige nach dem Chassiswechsel auf Touren. Im Abschlusstraining lag er nur noch 0,092 Sekunden hinter Hamilton und weckte die Hoffnung, die WM-Entscheidung zumindest noch einmal vertagen zu können. Sollte Hamilton am Sonntag (21.00 Uhr/RTL und Sky) zum fünften Mal auf dem Circuit of the Americas gewinnen, muss Vettel mindestens Fünfter werden, sonst ist der Titel auch rechnerisch an den Briten vergeben.

Der Silberpfeil-Star seinerseits dominierte vom ersten Kilometer an in Texas. In allen drei Übungseinheiten war Hamilton der Schnellste, auch in der Qualifikation drehte er in jedem Durchgang die beste Runde. Damit holte er sich im 17. Saisonrennen bereits zum elften Mal die Pole Position.

Gegen Hamiltons Stärke in der Qualifikation fehlten der Konkurrenz einmal mehr die Mittel. Schon vorher war klar gewesen, dass sich gleich vier Fahrer wegen des unerlaubten Wechsels von Motorenteilen Startplatzstrafen einhandeln würden. Neben Red-Bull-Jüngling Max Verstappen, McLaren-Fahrer Stoffel Vandoorne und Toro-Rosso-Debütant Brendon Hartley muss auch Nico Hülkenberg seinen Renault zu Beginn des Rennens weit hinten parken. Davon wiederum profitiert Landsmann Pascal Wehrlein, der im Sauber als 19. der Qualifikation nach vorn rücken wird. (dpa)

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