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Arp will U17 zum WM-Titel führen

Als erster Spieler des Jahrgangs 2000 feierte Jann-Fiete Arp vom Hamburger SV sein Debüt in der Bundesliga. Der Torjäger gilt als eines der größten deutschen Sturm-Talente. Bei der U17-WM in Indien will er mit der DFB-Auswahl seinen ersten großen Titel gewinnen.
Von Miriam Schmidt und Nick Kaiser, dpa

Jann-Fiete Arp bei der U17-WM in Indien. Foto: Tsering Topgyal

Neu Delhi.An seine eigene Bestmarke kommt U17-Nationalspieler Jann-Fiete Arp bei der WM in Indien noch nicht ganz heran. 16 Tore erzielte der Angreifer vom Hamburger SV vor einigen Jahren in einem einzigen Spiel mit der U12 des HSV.

Bei der U17-WM hat er vor dem Viertelfinale der DFB-Elf gegen Brasilien am Sonntag aber schon insgesamt vier Tore und drei Vorlagen auf seinem Konto. „Fiete hat für unsere Mannschaft einen sehr wichtigen Stellenwert“, lobte U17-Nationaltrainer Christian Wück seinen Kapitän.

Kurz vor dem Abflug nach Indien feierte Arp für den Hamburger SV als erster Spieler des Jahrgangs 2000 sein Bundesliga-Debüt. Auch deshalb hat der Stürmer aus Bad Segeberg eine Führungsrolle im Nationalteam, war mit zwei Treffern und einer Vorlage beim überzeugenden 4:0 im Achtelfinale gegen Kolumbien in Neu Delhi maßgeblich am Sprung in die Runde der besten acht Teams beteiligt. „Wir halten in der Mannschaft sehr gut zusammen, das macht uns stark“, sagte Arp.

Ziel der deutschen Nachwuchs-Fußballer ist der erste Titel in dieser Altersklasse. Für Arp wäre es der erste internationale Erfolg seiner Karriere. „Unser Ziel ist der Titel, aber in den K.o.-Spielen ist alles möglich“, sagte Arp der Deutschen Presse-Agentur. Wück ergänzte: „Wir haben von Beginn an mutig und selbstbewusst gesagt, dass wir um den Titel mitspielen möchten. Eine erste große Hürde haben wir genommen, nun müssen wir die nächste Aufgabe meistern.“

Seit 2010 spielt Arp für den Hamburger SV, verlängerte seinen Vertrag erst vor wenigen Monaten bis 2019, obwohl auch mehrere europäische Topclubs an ihm interessiert gewesen sein sollen. Schon bei seinen ersten Fußball-Erfahrungen war für Arp klar: „Tore schießen ist meine Aufgabe. Als Kind wollte ich immer die Nummer 9 haben, weil ich derjenige war, der die Tore schießt, egal in welcher Mannschaft.“

Im September wurde Arp mit der Fritz-Walter-Medaille als bester Nachwuchsspieler der Saison in seiner Altersklasse ausgezeichnet, in Kroatien gelang ihm im Juni mit einem Hattrick innerhalb von zwölf Minuten der schnellste Dreierpack in der Geschichte der U17-EM. „Fiete ist sehr ehrgeizig und fokussiert genug, damit sein Weg noch weitergeht“, sagte Wück der Deutschen Presse-Agentur.

Innerhalb der U17-Nationalelf trägt Arp schon jetzt Verantwortung. „Unabhängig davon, ob ich die Kapitänsbinde auf dem Spielfeld trage oder nicht, möchte ich mit meiner Leistung und Willenskraft vorangehen und andere mitziehen“, sagte er. Teamkollege Yann Bisseck urteilte: „Als unser Kapitän hat er eine ganz wichtige Rolle - nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits davon. Wenn er in die Nähe des Tores kommt, können wir sicher sein, dass es gefährlich wird.“

Im Achtelfinale gegen den dreimaligen U17-Weltmeister Brasilien wird es für die Wück-Auswahl daher auch wieder auf die Treffsicherheit von Arp ankommen. „Meine Mannschaft hat ihre Torgefahr im weltweiten Vergleich nachgewiesen und zudem im Achtelfinale zu Null gespielt. All das macht uns sehr zuversichtlich“, sagte Wück. Arp selbst will dann dennoch nicht nur auf seine persönliche Torquote und Leistung schauen: „Solange wir gewinnen, ist das zweitrangig“, sagte er.

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