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Comeback von Käpt'n Neuer - Bayern mit „besseren Beinen“

Manuel Neuer wagt einen Kaltstart in Bremen. Der „beste Torwart der Welt“ soll beim Comeback nach über vier Monaten der zum Saisonstart wackligen Bayern-Abwehr mehr Stabilität verleihen. Der Kapitän ist nicht der einzige Rückkehrer beim angepeilten Sechs-Punkt-Auftakt.
Von Klaus Bergmann, dpa

Bayern-Torwart Manuel Neuer wird sein Comeback feiern. Foto: Andreas Gebert

München.Der Käpt'n ist wieder an Bord. Und mit Manuel Neuer als Rückhalt im Tor soll beim FC Bayern München auch die Abwehr im Bundesliga-Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen wieder meisterliche Stabilität erhalten.

„Wir sind alle zufrieden“, sagte Trainer Carlo Ancelotti, als er endgültig Grünes Licht für das Comeback des 31 Jahre alten Fußball-Weltmeisters am Samstag (15.30 Uhr) gab. „Manu ist fit, er kann spielen“, sagte Ancelotti, der allerdings nicht vergaß, Stellvertreter Sven Ulreich für seine zuletzt guten Leistungen zu loben. Aber Neuer ist nochmal ein anderes Kaliber. „Manu ist der beste Torwart der Welt“, erklärte der Bayern-Coach.

Etwas mehr als vier Monate musste Neuer pausieren, so lange wie nie zuvor in seinen sechs Jahren beim Rekordmeister. Am 18. April hatte der Nationaltorhüter in der Champions League beim Viertelfinal-Aus gegen Real Madrid in Spanien den Bruch einer Zehe am linken Fuß erlitten. Er wurde zwar nicht operiert, musste aber lange einen Gips tragen und an Krücken gehen. Schon im März war er nach einem kleinen operativen Eingriff ebenfalls am linken Fuß kurzzeitig ausgefallen.

In dieser Woche konnte Neuer wieder alle Trainingseinheiten mit dem Team absolvieren. Die Belastungstests verliefen anscheinend positiv. Trotzdem wird er zunächst nur ins Tor des FC Bayern zurückkehren. In Absprache mit Bundestrainer Joachim Löw wird Neuer in den WM-Qualifikationsspielen gegen Tschechien und Norwegen noch kein DFB-Comeback feiern. Ancelotti hätte das übrigens nicht kritisiert: „Wenn er fit ist, könnte er auch zur Nationalmannschaft gehen.“

Wie fit Neuer bei seinem Kaltstart nach langer Wettkampfpause schon wieder ist, muss sich in Bremen zeigen. Vor allem dann, wenn die Bayern der starken Offensive des Gastgebers ähnlich viele Freiräume und Torchancen gewähren sollten, wie beim 3:1 im Eröffnungsspiel der Bundesligasaison gegen Bayer Leverkusen. Ancelotti erwartet jedoch eine Verbesserung, sprich eine „bessere Balance“ im Münchner Spiel.

Das anstrengende Offensiv-Pressing soll beibehalten werden, kündigte der Trainer an. Aber nach einer weiteren Trainingswoche „werden die Beine der Spieler besser sein“, glaubt der 58 Jahre alte Italiener. „Wir müssen in Bremen defensiv ein anderes Gesicht zeigen und an ein paar Schrauben drehen“, hatte Nationalverteidiger Niklas Süle gesagt.

Einen Sieg und damit einen Sechs-Punkte-Start nannte Ancelotti „sehr wichtig“ vor der Länderspielpause. Nicht nur Neuer kehrt zurück. Auch die zuletzt verletzten Spanier Thiago und Javi Martínez werden nach Verletzungen wieder dem Kader angehören, wie Ancelotti ankündigte. Fehlen werden nur noch der verletzte Juan Bernt sowie Jérôme Boateng und Neuzugang James Rodríguez, die sich im Aufbautraining befinden.

Beim Kolumbianer James soll am Montag die endgültige Entscheidung fallen, ob er nach seiner Muskelverletzung und ohne Vereinseinsatz zum Nationalteam reist. „Wenn er fit ist, ist es für mich okay“, sagte Ancelotti. Die Weltmeister Neuer und Boateng werden während der zweiwöchigen Länderspielpause dagegen intensiv in München trainieren.

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