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Freitag, 15. Dezember 2017 3

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Der Jahn hat gelernt, wie die Liga tickt

Vor dem letzten Spiel der Hinrunde zieht der Trainer Bilanz. Nach dem schwierigen Start habe sich sein Team toll entwickelt.
Von Jürgen Scharf

Im Zwischenzeugnis gibt es für die Mannschaft vom studierten Lehrer Achim Beierlorzer ein „großes Lob“ für die Leistung in der Vorrunde. Foto: Nickl

Regensburg.Vielleicht war es die entscheidende Ansprache von Achim Beierlorzer. Der SSV Jahn Regensburg hatte im Oktober mehrere bittere Niederlagen hinnehmen müssen. Die Stimmung drohte zu kippen. Er habe der Mannschaft damals aber gesagt, dass es keinen Grund gebe, nun alles in Frage zu stellen, erzählt der Trainer. Es habe von ihm allerdings den Appell gegeben, „dass jeder nochmal einen Schritt mehr investiert – in allen Bereichen“. Die Regensburger setzten danach zu einem Höhenflug an, der bis jetzt anhält.

Am Samstag spielt der Jahn daheim gegen den VfL Bochum. Es ist das 17. und damit das letzte Spiel der Vorrunde in der 2. Fußball-Bundesliga. Selbst eine Niederlage gegen Bochum würde aber nichts mehr an der hervorragenden Zwischenbilanz des Aufsteigers aus der Oberpfalz ändern. Durch einen sensationellen Zwischenspurt in den vergangenen fünf Spielen, in denen sie 13 Punkte holten, haben die Regensburger schon jetzt dafür gesorgt, dass sie mit guten Gefühlen in die Winterpause gehen können.

„Es ist wuchtig, es ist viel Fight“

Vor etwas mehr als vier Monaten hat das Abenteuer 2. Liga für den Jahn in Bielefeld begonnen. Zum Saisonstart gab es eine knappe 1:2-Niederlage. Die Regensburger hatten dabei nicht einmal schlecht gespielt, ließen sich am Ende aber die Butter vom Brot nehmen. „Das war vielleicht auch ein gutes Spiel für uns, weil wir da gemerkt haben, wie die 2. Liga tickt“, erinnert sich Beierlorzer. Und diese Liga sei „wuchtig, es gehe viel um zweite Bälle, es ist viel Fight“, sagt der Coach.

Seine Mannschaft habe Zeit gebraucht, um sich voll darauf einzustellen, findet Beierlorzer, und räumt offen ein: Wirklich gut reingekommen sei der Jahn nicht in die Saison. Gegen die Spitzenteams aus Nürnberg und Kiel gab es verdiente Niederlagen. Ab und an wurde zwar auch in der frühen Phase der Saison ein Sieg gefeiert, etwa in Ingolstadt und in Heidenheim. Nach diesen Erfolgen setzte es aber sofort wieder Niederlagen.

„Leistung hat immer gepasst“

Bei den Ergebnissen habe da einfach die Konstanz gefehlt, blickt Beierlorzer zurück. Er habe den Spielern aber auch da gesagt, „dass wir an der Art, wie wir Fußball spielen, festhalten werden, weil die Leistung ja immer gepasst hat“. Das Motto sei gewesen, beharrlich weiterzuarbeiten, um irgendwann die guten Leistungen vermehrt mit guten Ergebnissen zu veredeln.

Die guten Resultate stellten sich dann auch genau zum richtigen Zeitpunkt ein. Mit den zwei Heimsiegen gegen Kaiserslautern und Fürth schwamm sich der Jahn frei. Zuvor habe es die Diskussion, „dass wir heimschwach wären“, gegeben, erinnert sich Beierlorzer: „Ich glaube, da diskutiert jetzt keiner mehr drüber.“

In der Tabelle voll im Plan

  • Ausgeglichene Bilanz:

    Sowohl in der Heim- wie auch in der Auswärtstabelle der 2. Liga belegt der SSV Jahn Regensburg den zehnten Platz. Daheim sammelte er zwölf Punkte, auswärts zehn.

  • Bereits viele Punkte:

    In der Gesamtabrechnung liegt der Jahn damit auf dem siebten Platz. Mit den bislang erreichten 22 Punkten liegt er voll im Plan, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen.

Den ersten Sieg im eigenen Stadion gab es allerdings auch wirklich erst recht spät, am achten Spieltag gegen Braunschweig. Mittlerweile ist die Heimbilanz des Jahn aber stark aufpoliert. Zuletzt gab es in drei Spielen am Stück einen Sieg. Ein Zaubermittel, um in die Erfolgsspur zu kommen, habe es dabei gar nicht gebraucht, sagt Beierlorzer. Die Mannschaft habe einfach „ an den Dingen weitergearbeitet, die uns vorher schon ausgezeichnet haben“. Letztlich habe das Team in allen Bereichen „eine Nuance draufgesetzt“ – und dies sei entscheidend gewesen, glaubt Beierlorzer. In dieser Liga seien es schließlich oft „nur Kleinigkeiten, die den Schalter auf Sieg oder Niederlage legen“.

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