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Trophäe

Fußballer des Jahres: Ronaldo oder Messi

In Monte Carlo wird Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Die nominierten Deutschen haben nur Außenseiter-Chancen.
Von Holger Schmidt, dpa

Die Wahl zum Fußballer des Jahres wird sich zwischen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo entscheiden. Foto: Alejandro Garcia

Monte Carlo.Der teuerste Fußballer der Welt heißt seit einigen Tagen Neymar. Doch wenn die Besten der Branche gewählt werden, lautet das Dauer-Duell seit rund einem Jahrzehnt: Cristiano Ronaldo (32) gegen Lionel Messi (30). So auch am Donenrstag, wenn in Monaco Europas Fußballer des Jahres gekürt werden. Diesmal ergänzt um Italiens wohl chancenlose Torhüter-Ikone Gianluigi Buffon (39) unter den Top Drei liefern sich der Portugiese von Real Madrid und der Argentinier vom FC Barcelona wieder mal ein Privat-Duell.

Wer wird alleiniger Rekordhalter?

Eine besondere Note erhält das Duell durch die Tatsache, dass beide die Auszeichnung seit der Reform 2011 je zweimal bekommen haben – der Gewinner darf sich künftig alleiniger Rekordsieger nennen. Messi holte sich in der abgelaufenen Saison zwar den Goldenen Schuh als bester Torjäger Europas, als Favorit gilt nach der erfolgreichen Titelverteidigung mit Real in der Champions League jedoch Ronaldo. Der in der Liga wegen eines Schubsers gegen den Schiedsrichters zurzeit gesperrte Europameister holte mit Real zudem den Meistertitel.

Der für 222 Millionen von Barcelona zu Paris Saint-Germain gewechselte Neymar belegte dagegen keinen der ersten zehn Plätze. Eine Wahl Buffons wäre ähnlich wie die umstrittene Auszeichnung des zurückgetretenen Philipp Lahm als Deutschlands Fußballer des Jahres als verkappte Ehrung für das Lebenswerk zu verstehen.

Bei den Frauen gehört die deutsche Nationalmannschafts-Kapitänin Dzenifer Maroszan (25) zu den Top Drei. Nach dem Viertelfinal-Aus bei der EM droht ihr aber zum dritten Mal in Folge Rang drei. Zur Wahl stehen zudem die Dänin Pernille Harder vom VfL Wolfsburg und die niederländische Europameisterin Lieke Martens (beide 24), einst in Diensten des FCR Duisburg.

Die deutschen Männer spielten bei der Wahl durch die 80 Trainer der Gruppen-Teilnehmer in der Champions und Europa League 2016/17 sowie 55 Journalisten keine große Rolle. Ronaldos Real-Teamkollege Toni Kroos wurde als einziger DFB-Kicker in der Top 10 Fünfter. Einziger Spieler eines deutschen Vereins war der Pole Robert Lewandowski von Bayern München als Neunter. Auch von den deutschen Spielerinnen kam keine weitere unter die besten Zehn.

Außenseiter sind auch Mittelfeldspieler Kroos und Bayern-Torhüter Manuel Neuer bei den Einzelwahlen der besten Spieler in den Mannschaftsteilen. Neuer konkurriert mit Buffon und ist deshalb klarer Außenseiter. Kroos könnte gegen seinen Vereinskollegen Luka Modric das Nachsehen haben, der bei der Gesamtwahl als Vierter direkt vor ihm landete.

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