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Europa-League-Lose: Köln gegen Arsenal, Hertha gegen Bilbao

Die Fußball-Bundesligisten haben bei der Auslosung für die Europa League unangenehme Lose gezogen. Viele Gegner sind eher unbekannt. Umso mehr sticht das Duell des 1. FC Köln mit dem FC Arsenal heraus.
Von Holger Schmidt, dpa

Trainer Peter Stöger trifft mit dem 1. FC Köln auf den FC Arsenal. Foto: Federico Gambarini

Monte Carlo.Großer Jubel über drei Weltmeister beim 1. FC Köln, gemischte Gefühle bei Hertha BSC, Ernüchterung bei 1899 Hoffenheim: Die Vorfreude auf die Europa League fällt bei den drei Fußball-Bundesligisten nach der Auslosung der Gruppenphase höchst unterschiedlich aus.

Riesig war die Begeisterung bei den Kölnern, die beim Europacup-Comeback nach 25 Jahren auf den eigentlichen Champions-League-Dauergast FC Arsenal mit den Weltmeistern Mesut Özil, Per Mertesacker und Shkodran Mustafi treffen. Hinzu kommen als Gegner BATE Borissow aus Weißrussland und Roter Stern Belgrad.

Hertha hat mit Athletic Bilbao, Sorja Luhansk aus der Ukraine und Östersunds FK aus Schweden eine sowohl sportlich als auch von der Attraktivität her durchschnittliche Gruppe erwischt. Debütant 1899 Hoffenheim muss nach dem Aus in der Qualifikation zur Champions League auf Europas kleiner Fußball-Bühne dagegen die Reise ins Unbekannte antreten: Die Gegner heißen Sporting Braga aus Portugal, Ludogorez Rasgrad aus Bulgarien und Basaksehir Istanbul. Sie sind nicht unbedingt attraktiv und verbunden mit schwierigen Reisen, sportlich aber gefährlich.

„Arsenal ist ein Brocken, aber wir freuen uns total. Wir haben einen gefühlten Champions-League-Teilnehmer bekommen, dazu mit einer deutschen Komponente“, erklärte Kölns Sportchef Jörg Schmadtke. „Es war die größte Herausforderung, die man bekommen kann. Aber wir wollten einen Großen als Gegner haben. Und wenn schon groß, dann richtig.“ Auch Präsident Werner Spinner jubelte: „London ist fantastisch. Zwei große Stadien in London und Belgrad, das ist schon toll für unsere Fans.“

Borissow ordnete Schmadtke als international erfahren ein, Belgrad sei eine „heißblütige und emotionale Truppe mit einem ebensolchen Publikum“. Über die Chancen aufs Weiterkommen wollte Schmadtke nicht spekulieren: „Wir gehen ohne Rucksack und Belastung da rein, wollen Erfahrung sammeln. Und dann schauen wir, wie weit wir kommen.“

Michael Preetz machte seinem Team dagegen eine klare Vorgabe. „Wenn man ein Jahr darauf hingearbeitet hat, dabei zu sein, will man als Bundesligist auch die Gruppenphase überstehen“, sagte der Hertha-Manager. „Insgesamt ist es eine gemischte Gruppe. Es hätte einen Tick attraktiver sein können, uns aber auch schlechter treffen können.“

Vor allem hoffte Preetz bei der ersten Teilnahme an einer Gruppenphase seit acht Jahren auf ein größeres Zuschauer-Interesse als zuvor: „Wir haben jahrelang gewartet, auf die europäische Bühne zurückzukehren und hoffen jetzt, dass der ein oder andere Zuschauer mehr den Weg ins Olympiastadion findet.“

Sichtlich enttäuscht war Hoffenheims Geschäftsführer Hansi Flick. „Zufrieden wird allgemein niemand mit der Gruppe sein“, sagte er: „Aber es überwiegt, dass wir international spielen, deshalb freuen wir uns darauf.“

Die Gruppenphase startet am 14. September und endet am 7. Dezember. Das Finale steigt am 16. Mai in Lyon.

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