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Gladbach nach Pokalfight im Achtelfinale: Sieg in Düsseldorf

Die beiden Westclubs Gladbach und Düsseldorf spielen in einem engen Pokalderby lange auf Augenhöhe. Am Ende entscheiden ein Treffer von Thorgan Hazard und ein Pfostenschuss vom Elfmeterpunkt die Partie.
Von Morten Ritter, dpa

Düsseldorfs Robin Bormuth (r) spielt den Ball, der Gladbacher Raffael dreht sich weg. Foto: Marius Becker

Düsseldorf.Borussia Mönchengladbach hat in einem umkämpften Westderby die Siegesserie von Zweitliga-Tabellenführer Fortuna Düsseldorf gestoppt und das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht.

Der Bundesliga-Achte gewann drei Tage nach der 1:5-Pleite gegen Bayer Leverkusen mit 1:0 (0:0) bei den Düsseldorfern, die zuvor in der 2. Liga fünf Siege nacheinander geschafft hatten. „Wir haben heute alles reingeworfen. Die Zuschauer haben uns hochgehalten, aber es hat leider nicht gereicht“, sagte Düsseldorfs Kapitän Oliver Fink.

Im vierten Pokal-Duell mit Fortuna war es der erste Sieg für den Nachbarn aus Mönchengladbach. Vor 52 500 Zuschauern in der ausverkauften Esprit- Arena erzielte Thorgan Hazard (52.) den Siegtreffer für die Gäste. „Es war ein schwieriges Pokalspiel. Ich bin glücklich für die Mannschaft, dass ich getroffen habe. Es war nicht mein schönstes Tor, aber ein wichtiges“, sagte der Belgier.

Gladbach hatte von Beginn an mehr Ballbesitz, jedoch ohne das Spiel klar zu dominieren. Trainer Dieter Hecking änderte erstmals nach zehn Spielen seine Viererkette in der Abwehr: Tony Jantschke spielte für Jannik Vestergaard und machte sein erstes Saisonspiel auf der rechten Seite, Nico Elvedi rückte dafür in die Innenverteidigung.

Der Bundesliga-Achte stand trotz der Wechsel defensiv meist sicher, auch wenn die Gäste insgesamt eher verhalten begannen. Nach gut einer Viertelstunde hatte Kapitän Lars Stindl die erste große Chance der Partie. Seinen Schuss blockte Robin Bormuth in letzter Sekunde ab.

Der Zweitliga-Tabellenführer agierte mit seinem variablen Mittelfeld jedoch auf Augenhöhe, ein Klassenunterschied war über weite Strecken der Partie nicht zu erkennen. Angetrieben von den Zuschauern im erstmals seit Jahren ausverkaufen Düsseldorfer Stadion kam die Fortuna Mitte der zweiten Halbzeit immer besser ins Spiel.

Erstmals gefährlich wurde die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel, für den es das 60. Pokalspiel als Trainer war, in einer recht ausgeglichenen Partie in der 23. Minute. Jean Zimmer zielte aus halbrechter Position am langen Pfosten vorbei. Elf Minuten später forderten die Zuschauer einen Elfmeter, als Zimmer nach starkem Pass der Gladbacher Leihgabe Florian Neuhaus im Strafraum zu Boden ging.

Mit dem Selbstbewusstsein von zehn Siegen aus zwölf Saisonspielen erarbeitete sich die Funkel-Elf nun Vorteile. Ein Rechtsschuss von Benito Raman landete auf dem Tordach (34.). Auf der Gegenseite traf Ibrahima Traoré das Außennetz. Die Gäste hatten gegen die kompakte Deckung der Fortuna Mühe, hätten kurz vor der Pause aber einen Elfmeter bekommen können, nachdem Raffael im Strafraum gefallen war.

Nach der Pause wurde die Partie offener mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. Eine davon nutzte dann Hazard, der Gladbach nach einem Dribbling im Strafraum aus kurzer Distanz in Führung schoss. In der Folge kontrollierte die Hecking-Elf abgezockt die Partie.

Die Düsseldorfer versuchten, den Druck zu erhöhen. Viel mehr als einen Schuss von Neuhaus in die Arme von Gladbach-Keeper Yann Sommer brachten sie zunächst nicht zustande (65.). Die Riesen-Chance zum Ausgleich vergab Niko Gießelmann, der einen Foulelfmeter an den Pfosten setzte (73.). Letztendlich fehlte der Fortuna die offensive Durchschlagskraft, um Gladbach noch einmal ernsthaft zu gefährden.

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