Sport aus der Region Kelheim 27.04.2012, 14:25 Uhr

„Ich habe meinen Meister gefunden“

Seidl nimmt sein Aus bei Judo-EM gelassen hin / Verletzung gefährdet Team-Einsatz

Abensberg. Ein Auftritt von zwei Minuten und zehn Sekunden ist für eine Anreise über Tausende Kilometer ein etwas spärliches Vergnügen. Doch länger durfte der Pförringer Sebastian Seidl vom TSV Abensberg bei der Judo-EM im russischen Tscheljabinsk nicht auf der Matte stehen. Auftaktgegner David Larose hatte etwas dagegen und beendete Seidl Ambitionen in der 66 kg-Klasse mit einem Festhaltegriff. „Ich bin eigentlich selbst stark am Boden. Aber jetzt habe ich offenbar meinen Meister gefunden. So was passiert mir nicht nochmal“, sagte Seidl (21) nach dem frühen Aus.

Weiter tragisch nahm er das Ausschneiden nicht. „Natürlich bin ich unzufrieden, aber der Franzose zählt zu den Top Ten der Welt. Für mich war’s die erste EM. Meine Verletzung am Mittelfuß habe ich auch gespürt.“ Deshalb ist offen, ob Seidl in der Teamkonkurrenz am Sonntag kämpfen kann. „Ich geh’ auf alle Fälle über die Waage“, berichtet er von einer „sehr stimmungsvollen“ EM. (mar)

 

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