Olympia-Medaillen für Kelheim
Judoka Miklos Ungvari aus Ungarn vom TSV Abensberg und der serbische Schütze Andrija Zlatic vom SV Kelheim-Gmünd holen Edelmetall.
landkreis. Deutschland hat bei den Olympischen Spielen seinen Platz im Medaillenspiegel noch nicht so ganz gefunden. Bis gestern Nachmittag zumindest lag der Landkreis Kelheim im Ranking vor den nationalen Athleten. Mit Judoka Miklos Ungvari vom TSV Abensberg und dem Schützen Andrija Zlatic vom SV Kelheim-Gmünd gab’s bereits Silber und Bronze für zwei Legionäre hiesiger Vereine. Eine bittere Enttäuschung war am Montag das Ausscheiden von Christopher Völk.
Der 23-jährige Regensburger scheiterte in seinem ersten Kampf bis 73kg am Mongolen Nyam-Ochir Sainjargal, der ihn auch schon beim Grand Slam im Februar in Paris bezwungen hatte. Dabei lag der TSV-Judoka aufgrund von Passivitätsstrafen für seinen Gegner vorne. Dann aber erwischte ihn der Mongole mit einem blitzartigen Angriff, der zunächst als Ippon gewertet wurde (damit wäre die Niederlage schon perfekt gewesen). Doch die Kampfrichter korrigierten auf eine mittlere Wertung. Diese konnte der untröstliche Völk aber nicht mehr wett machen.
Sein Vereinskollege Ungvari aus Ungarn krönte dagegen eine lange Judo-Laufbahn mit Olympia-Silber. In der Klasse bis 66 kg unterlag er erst im Finale dem Georgier Lasha Shavdatuashvili. Bis dahin hatte der 31-jährige Abensberger Vertreter alles aus dem Weg geräumt, so den spanischen Vize-Weltmeister Sugoi Uriarte im Halbfinale. Nach zwei Blitzsiegen von Ungvari zum Auftakt verliefen die Duelle immer enger, im Goldkampf entschied auch nur eine kleine Wertung zugunsten seines Gegners.
Eine Bronzemedaille sicherte sich der Gmünder Schütze Zlatic aus Serbien. Der 34-Jährige schoss sein Edelmetall mit der Luftpistole auf 10 Meter ab. Mit 585 Ringen erreichte er souverän das Finale der acht besten Schützen. Dort arbeitete er sich mit 100,2 Zählern auf Platz zwei vor, doch der Italiener Luca Tesconi (584/101,8) klaute ihm noch Silber. Auf Rang eins zog der Koreaner Jongoh Jin (588/ 100,2) einsam seine Kreise.
Heute schaut nicht nur der Landkreis Kelheim auf einen Mann: Judo-Olympiasieger Ole Bischof. (mar)





