Sport aus der Region Kelheim 07.08.2012, 11:28 Uhr

Saaler Pilot jagt IDM-Leader

Der Franzose Erwan Nigon (28) liegt in der Superbike-Gesamtwertung nur zehn Zähler hinter dem Österreicher Michael Ranseder.

Erwan Nigon geht als Verfolger in die letzten beiden Rennwochenenden der IDM. Foto: IDM

Erwan Nigon geht als Verfolger in die letzten beiden Rennwochenenden der IDM. Foto: IDM

saal. Zwei Rennwochenenden vor Schluss zeichnet sich in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) ein spannendes Finale um den Titel bei den Superbike-Piloten ab. Drei Fahrer kämpfen um die IDM-Krone. Als Zweiter der Gesamtwertung mischt dabei der Franzose Erwan Nigon (28) vom Team alpha Technik-Van-Zon-BMW aus Saal und Stephanskirchen mit. Er hat nur zehn Zähler Rückstand auf den führenden Österreicher Michael Ranseder; 13 Punkte hinter Nigon lauert der Deutsche Jörg Teuchert. Auch die Kontrahenten des Franzosen sitzen auf einer BMW S1000 RR, allerdings in anderen Rennställen.

Der drittletzte Auftritt der Saison wurde am Schleizer Dreieck in Thüringen gefahren. Über 37 000 Fans verfolgten an den Trainings- und Renntagen das Geschehen. Für Nigon und seinen niederländischen Teamkollegen Ari Vos war die Traditionsstrecke Neuland, nur einige Testrunden drehten sie dort schon. Der 36-jährige Vos hatte im Training eine Schrecksekunde, als ein Konkurrent vor ihm nach einem Motorplatzer Öl verlor. Etwa 200 km/h hatte der Niederländer auf dem Tacho, verlangsamte das Tempo, ging auf der Ölspur aber dennoch ab und flog in hohem Bogen vom Motorrad. Er blieb glücklicherweise unverletzt. Nigon fuhr nach einem Sturz beim letzten Einsatz in Assen mit einer angebrochenen Rippe.

Ähnlich ihren 1000 ccm-Kollegen in der Superbike-WM (wir berichteten gestern) wurden auch die IDM-Piloten von Wetterkapriolen gebeutelt. Das erste Rennen am Schleizer Dreieck verlief chaotisch. Erst führte ein Sturz, dann ein Regenschauer zu Unterbrechungen. Insgesamt wurde der Lauf dreimal gestartet, bis man in der Addition der Teilrennen endlich zu einem Ergebnis kam.

Nigon holte den fünften Platz. „Im letzten Durchgang habe ich den IDM-Führenden Ranseder überholt, aber in der Addition blieb ich hinter ihm.“ Der Österreicher wurde als Vierter gewertet; Vos hinter seinem Stallgefährten auf Platz sechs. Das zweite Rennen verlief entspannter. Nigon und Vos landeten auf den Rängen fünf und sieben. Ranseder verbuchte wieder Platz vier, womit er im Klassement besagte zehn Zähler Vorsprung auf Nigon hat. Das ist bezogen auf die 25 Punkte für einen Laufsieg kein Ruhekissen. Die Erfolge in Thüringen gingen an den Tschechen Matej Smrz (Yamaha) und den Australier Karl Muggeridge (Honda). Am 2. September setzt die IDM ihre Saison auf dem Sachsenring fort.

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo