Sport aus der Region Kelheim 21.05.2012, 17:17 Uhr

Schock für Schierling: Vier Mann gehen

Mitten in den Jubel um den Landesliga-Aufstieg platzt die Kunde von Abgängen. Dominik Treitinger wird Spielertrainer beim TSV Offenstetten.

Von Martin Rutrecht und Alexander Roloff, mz

Schierling. Fußball-Bezirksoberligist TV Schierling ist dank eines fulminanten Endspurts von vier Siegen in Folge auf direktem Weg in die Landesliga gestürmt. Auf Gratulationen aber reagierte Abteilungsleiter Martin Huber am Montag so: „Danke – ich bin völlig frustriert.“ Parallel zum Aufstieg muss der Verein nämlich vier Abgänge verdauen, allesamt Stammspieler. „Jetzt muss ich irgendwie Verstärkungen auftreiben“, so Huber. Langes Lamentieren kennt er nicht: „Jetzt erst recht!“

Der Abensberger Dominik Treitinger, Franz Saller aus Siegenburg, Eigengewächs Benjamin Huber und der gebürtige Passauer Kamil Hein verlassen laut Abteilungsleiter den Landesliga-Aufsteiger. So verschlägt es den 25-jährigen Spielmacher Treitinger zum TSV Offenstetten. Dort soll er Spielertrainer werden. Der Verein kämpft aktuell noch um den Verbleib in der Kreisklasse Kelheim.

Saller kehrt zurück nach Siegenburg

Der Hallertauer Saller (22) wechselt zu seinem Heimatverein TSV Siegenburg in die A-Klasse. Die beiden 19-jährigen Stürmer Huber und Hein – der von der U 19 des SSV Jahn Regensburg zum TV stieß – werden sich dem Landesliga-Aspiranten SV Burgweinting sowie dem neuen Schierling-Kollegen FC Tegernheim anschließen. Abteilungsboss Martin Huber wurde indes seinem Spitznamen „Blitz“ schon gerecht: „Ich habe bereits 25 Telefonate mit potenziellen Neuzugängen geführt. Wir brauchen Spieler. Sie müssen uns aber auch weiterbringen.“

Fast ein wenig in den Hintergrund gerät angesichts der Personalien der Husarenstreich der Laabertaler. Im Zieleinlauf knackten die Schierlinger mit dem 4:0 (1:0)-Auswärtserfolg beim TV Freyung die anvisierte 50-Punkte-Marke und hatten als Tabellenvierter gegenüber der Konkurrenz die Brust vorn. Die Voraussetzungen fürs erfolgreiche Saisonfinale hatte sich die Truppe von Stefan Dykiert in den vorhergehenden Partien geschaffen.

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