Legionäre News 13.06.2012, 16:55 Uhr

Howard ist zurück: Diesmal bleibt er

Der Nationalspieler Philipp Howard eilt vom Junior-College-Finale aus Texas zu den Buchbinder Legionären. Auch die EM könnte ein Thema werden.

Den Ball immer im Blick: Philipp Howard Foto: Eisenhuth

Den Ball immer im Blick: Philipp Howard Foto: Eisenhuth

Von Matthias Ondracek, MZ

REGENSBURG. Fünf Jahre spielte er für die Legionäre und stieg in dieser Zeit zum Nationalspieler auf. 2010 verließ er Regensburg, nun ist er zurück. Philipp Howard trägt seit vergangenem Wochenende wieder das Trikot des deutschen Baseball-Meisters.

Bei seiner Rückkehr wurde der 24-Jährige herzlich empfangen. Vor der Partie bei den Mannheim Tornados gab es von seinen Teamkollegen ein rosafarbenes Jersey mit der Rückennummer „00“ zur Begrüßung. „Als wir angekommen sind, haben sie mir das Trikot in die Hand gedrückt. Da blieb mir auch nichts anderes übrig, als es anzuziehen“, sagt Howard.

Die 10:11-Pleite in der zweiten Begegnung beim Rekordmeister konnte jedoch auch der Rückkehrer nicht verhindern. Der gelernte Infielder kam in der Kurstadt in beiden Spielen im Leftfield zum Einsatz. Seine Ausbeute waren drei Freiläufe, ein Punkt und ein Run Batted In. Legionäre-Trainer Martin Helmig freut sich dennoch über den Zuwachs: „Einen so erfahrenen Mann wieder im Kader zu haben, ist natürlich eine Verstärkung.“

Seit zwei Jahren ist der ehemalige Nationalspieler mittlerweile für das San Jacinto Junior College in Houston im US-Bundesstaat Texas aktiv. Bis letzte Woche kämpfte sein Team noch in der Junior College World Series um den Titel. Die Mannschaft schaffte es bis ins landesweite Finale. Dort unterlagen Howard & Co. gegen das Iowa Western Community College allerdings mit 5:6.

Direkt nach der Finalniederlage kehrte Howard zu seinen alten Kameraden zurück. In Regensburg ist der gebürtige Münchner auch wieder mit seinem jüngeren Bruder Christopher vereint. Zusammen wechselten sie 2005 von den Gauting Indians an die Donau. 2008 gewann Philipp mit den Buchbinder Legionären die deutsche Meisterschaft – der bis dato größte Erfolg in seiner Karriere.

Schon im vergangenen Jahr kehrte der Second Baseman nach Ablauf seiner Saison zu den Schwabelweisern zurück. Der Rechtshänder musste jedoch – wie auch 2010 – vor dem Playoff-Finale die Legionäre wieder verlassen, um rechtzeitig zum Uni-Start in den USA zu sein. In diesem Jahr ist das anders. Aufgrund des frühen Saisonendes könnte Howard seinen zweiten Meistertitel mit den Legionären feiern. „Ich bin voraussichtlich bis zum Ende der Saison in Regensburg. Wenn alles so läuft wie geplant, werde ich erst Ende August abreisen“, hofft Howard.

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