Südmeister-Titel wartet in Stuttgart
Buchbinder Legionäre können sich mit einem Sieg in Stuttgart zum achten Mal Platz eins holen.
Martin Helmig gratuliert Justin Kuehn. Schon heute Abend soll es wieder Glückwünsche geben bei den Buchbinder Legionären. Foto: Eisenhuth
Regensburg. Für die Buchbinder Legionäre steht der letzte Spieltag in der regulären Saison der Baseball-Bundesliga an. Der Titelverteidiger benötigt noch einen Sieg, um den Südmeister-Titel und das damit verbundene Heimrecht für die Playoffs zu sichern. Die Regensburger treten am Freitag (19 Uhr) und am Samstag (14 Uhr) bei Aufsteiger Stuttgart Reds an.
Die momentane Laune ist gut bei den Schwabelweiser Baseballern. Mit zuletzt vier Siegen in Serie ließen die Mannen von Trainer Martin Helmig ihre Krise hinter sich. Durch die zwei Erfolge gegen den direkten Konkurrenten aus Heidenheim setzten sich die Legionäre zugleich zurück an die Tabellenspitze der Bundesliga Süd.
Mit einer Bilanz von 18:4-Siegen thronen die Oberpfälzer vor den Heideköpfen (15:5) am Platz an der Sonne. Da auch der direkte Vergleich für Regensburg spricht, reicht ein weiterer Sieg zur inoffiziellen Südmeisterschaft. Es wäre die achte für den dreifachen deutschen Meister.
„Wir sind zuversichtlich“, sagt Coach Helmig. „Ich denke, die Chancen stehen nicht allzu schlecht, dass wir sogar beide Partien für uns entscheiden können“, sagt der Trainer. Die beiden bisher einzigen Vergleiche in der Liga mit dem Neuling entschieden die Legionäre mit 8:3 und 9:4 für sich. Auch beim Buchbinder Cup in der heimischen Armin-Wolf-Arena in diesem Jahr siegten die Hausherren klar mit 11:3.
Die Vorzeichen sprechen also eine deutliche Sprache. Helmig will es ohnehin nicht auf ein entscheidendes Spiel am zweiten Tag ankommen lassen: „Wir wollen gleich das erste Spiel gewinnen, um keine Zweifel aufkommen zu lassen. Dann können wir am Samstag entspannt auflaufen.“
Der Trainer wird demnach alle Geschütze am Freitagabend auffahren und seine Werferriege falls notwendig vollends ausschöpfen. Allen voran wird zunächst Sieggarant Mike Bolsenbroek auf dem Pitcher-Hügel beginnen. Der Niederländer ist in dieser Saison noch ungeschlagen und weist eine Bilanz von 6:0-Siegen auf. Mit dem Deutsch-Amerikaner Harry Glynne, Routinier Philipp Hoffschild, Nationalmannschaftswerfer Dominik Hartinger, Nachwuchsmann Jonathan Eisenhuth und Allrounder Rodney Gessmann hat Coach Helmig zahlreiche Alternativen in der Hinterhand.
Rivale Heidenheim hat im Vergleich zu den Legionären die vermeintlich schwerere Aufgabe vor der Brust. Der Meister von 2009 tritt parallel bei Liga-Urgestein Mainz an. Die A’s sicherten sich am vergangenen Wochenende einen Playoff-Platz und könnten bei optimalem Verlauf den Heidenheimern noch den zweiten Rang streitig machen. Während die Legionäre sich in der kommenden Woche auf die K.o.-Runde vorbereiten, müssen die Heidköpfe außerdem noch zum Nachholspiel nach Haar reisen.

