Sport aus der Region Neumarkt 27.06.2012, 12:23 Uhr

Rother Team gewinnt das Rennen

Das war eines der größten Abenteuer für die Staufer Physiotherapeutin Elke Röll: Sie begleitete das fränkische Radrenn-Team beim RAAM

Florian Lechner, Fabian Conrad, Lasse Ibert, Tobias Matulla (v.l.) nach der Siegerehrung Fotos: Weigand, Schneider

Florian Lechner, Fabian Conrad, Lasse Ibert, Tobias Matulla (v.l.) nach der Siegerehrung Fotos: Weigand, Schneider

Neumarkt/Roth. Die vier aus Roth und Nürnberg gewannen! Fahrer Florian Lechner hatte zuvor im Gespräch mit dem Neumarkter Tagblatt einen Platz unter den ersten drei angepeilt, doch nun gelang der ganz große Coup. Schon nach gut vier Stunden Fahrt hatten die als Drittletzte gestarteten Rother das Feld von hinten aufgerollt und waren auf Platz vier vorgefahren. Schnell kristallisierte sich heraus, dass das deutsche Quartett sein Ziel, „von Anfang an Vollgas zu geben“, auch auf den Asphalt bringen konnte.

Schon im Laufe der ersten Nacht kämpften sich die Jungs bis auf Rang zwei vor, der sich aber Anfang des zweiten Tages schon wieder in Wohlgefallen auflöste, weil Tobias Matulla in Flagstaff (Arizona) in die falsche Richtung gelotst wurde und das Team eine halbe Stunde verlor. Die lauernden Slowenen nutzten die Gunst der Stunde und zogen vorbei. Doch Lasse Ibert und Florian Lechner ließen das nicht auf sich sitzen und holten die Südosteuropäer schon bis zum Monument Valley, einem Hügelland der Navajo-Indianer, wieder ein.

An Tag drei türmten sich die Rocky Mountains auf. Dafür hatten sich die vier Jungspunde eine spezielle Taktik ausgedacht: Mit ganzen schnellen Wechseln – so dass jeder nur eine ganz kurze Passage zu überwinden hatte – sollten die fiesen Anstiege des hohen Felsengebirges geschafft werden.

Die Taktik ging auf, doch auch die in Führung liegenden Amerikaner zeigten ihre Qualitäten als Kletterer und verteidigten ihren Vorsprung tapfer. Im Gesamtklassement änderte sich nicht viel. Nachts wechselte das Rother Team auf Zeitfahrräder und erteilte den US-Boys in Sachen Zeitfahren eine Lehrstunde. In Colorado beendete Lasse Ibert, begleitet von böigem Seitenwind, die Aufholjagd erfolgreich, donnerte an den Amerikanern vorbei, und eroberte die Führung für die Deutschen. Florian Lechner übergab exakt an der Hälfte der Strecke an die anderen beiden mit einem Vorsprung von fünf Minuten zu den Amerikanern.

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