Sport aus der Region Regensburg 17.08.2012, 22:05 Uhr

Bach geht ohne Druck ins Derby

Bach-Coach Stefan Wagner ist mit einem Punkt zufrieden, sein Gegenüber Nico Beigang will unbedingt den Sieg. Den VfB plagen große Verletzungssorgen.

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Nico Beigang, Spielertrainer des Freien TuS Regensburg Fotos: Brüssel

Nico Beigang, Spielertrainer des Freien TuS Regensburg Fotos: Brüssel

Von Matthias Brunnbauer, MZ

Regensburg. Regensburger Derby in der Fußball-Landesliga-Mitte. Der Freie TuS Regensburg, die beste Heimelf der Liga, trifft am Samstag (16 Uhr) an der heimischen Schillerwiese auf die seit vier Spielen ungeschlagene Truppe des VfB Bach. Beide Mannschaften haben jeweils zehn Punkte auf ihrem Konto und beide Mannschaften haben einen Lauf. Auf die Zuschauer wartet ein heiß umkämpftes Match. Zumal die Sportstätten nur den Katzensprung von zwanzig Kilometern Luftlinie entfernt liegen.

„Ein Sieg ist das klare Ziel“, sagt TuS-Spielertrainer Nico Beigang und geht die Sache selbstbewusst an: „Wir wollen Platz eins in der Heimtabelle auf jeden Fall verteidigen.“ Nach den Siegen gegen Bad Kötzting, die TSG Roth und den 1. FC Schwarzenfeld soll jetzt auch Bach daran glauben: „Wir können jeden schlagen, wenn wir wollen“, sagt Beigang. Dazu kehren mit Julian Runge und Marco Hackner zwei Spieler in die Mannschaft zurück, die in den letzten Spielen fehlten. Aaron Bice, Julian Wiebe und Sebastian Dieterle sind jedoch weiterhin verletzt. „Es wird eine erste richtige Standortbestimmung. Die leichten Gegner haben wir jetzt hinter uns“, sagt Beigang und erhöht etwas den Druck auf sein Team: „Jetzt kommen die echten Herausforderungen. Gegen Bach wird es keine leichte Aufgabe.“

Nicht umsonst zollt Beigang den Gästen Respekt. Der Tabellenzehnte ließ dem schwachen Auftakt mit zwei deutlichen Niederlagen – 0:4 in Tegernheim, 2:5 gegen Ruhmannsfelden – eine beeindruckende Serie folgen. In den vergangenen vier Spielen gab es zehn Punkte und sogar ein 0:2-Rückstand gegen den Aufstiegsaspiranten SpVgg Ansbach wurde in einen 3:2-Erfolg gewandelt. „Bach hat großen Teamgeist, sie geben niemals auf“, sagt Beigang, der weiß, dass sie „fighten bis zum Schluss“. Dennoch sieht er einen Schwachpunkt: „Sie haben momentan große Verletzungssorgen.“

Das sieht auch Bach-Trainer Stefan Wagner als großen Nachteil. Mit Thomas Stehr, der sich unter der Woche einen Bänderriss zuzog, sind es bereits sieben Akteure, auf die der Coach verzichten muss. Dennoch macht der Trainer Mut: „Wir sind mittlerweile angekommen in der Liga und machen uns vor dieser Partie keinen Druck. Unsere Punkteausbeute ist mittlerweile mehr als positiv und wir müssen nicht gewinnen. Aber ein Punkt sollte es schon werden.“

Die zwei Auftaktniederlagen will Wagner nicht überbewerten: „Beide Spiele liefen sehr unglücklich für uns und die Mannschaft musste sich erst an das gehobene Niveau gewöhnen. Mittlerweile haben wir uns gefangen und können auch enge Spiele für uns entscheiden.“ Das Derby beim Freien TuS hat für ihn seinen eigenen Charakter: „Der enge Platz beim TuS und die vielen Zuschauer an der Bande machen solche Spiele immer reizvoll. Aber der TuS hat zu Hause sicherlich Vorteile.“

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