Corrochano grübelt über die Viererkette
Der Trainer des SSV Jahn lässt vor der Auswärtspartie beim FSV Frankfurt noch offen, wer den verletzten Laurito in der Innenverteidigung vertritt.
Für Oscar Corrochano gibt es kaum Anlass, seine Startelf umzubauen. In der Abwehr muss er sich aber was einfallen lassen. Foto: Brüssel
REGENSBURG. Gelingt die Trendwende – oder muss sich der SSV Jahn nach dem 11. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga im Tabellenkeller einrichten? Feststeht jedenfalls, dass die Regensburger sich am Sonntag um 13.30 Uhr beim FSV Frankfurt einer schweren Auswärtsprüfung stellen müssen. Auch deshalb, weil die Gastgeber um sechs Punkte mehr aufweisen und außerdem zu Hause bislang noch ungeschlagen sind.
Indes schossen die Hessen in den letzten drei Saisonspielen nur ein Tor und holten nur einen Punkt (1:1 gegen den SC Paderborn), während der Jahn im selben Zeitraum dagegen sechsmal traf und drei Zähler (3:0 gegen den FC St. Pauli) ergatterte. All diesen Zahlen misst Oscar Corrochano jedoch wenig bis keine Bedeutung zu. „Auf Statistiken gebe ich nicht viel“, sagt der Jahn-Trainer. Eher erinnert der 36-Jährige seine Schützlinge an ihre Leistung vor sieben Tagen gegen den 1. FC Köln. „Trotz der Niederlage haben wir sehr gut gespielt. Daran wollen wir anknüpfen.“
Das unglückliche 2:3 von vor einer Woche gegen den Ex-Bundesligisten ist inzwischen Vergangenheit, in den Köpfen der Jahn-Spieler war es jedoch Tage danach noch präsent. Inzwischen ist die Konzentration voll auf die Partie in Frankfurt ausgerichtet, wenngleich auch Corrochano selbst die Niederlage mit den drei Gegentoren innerhalb der letzten sieben Minuten auch noch schwer im Magen lag. Doch bleibt der Fußballlehrer seiner Linie treu: Statt groß nachzutarocken lenkte er die Gedanken einfach um. „Bei der Partie gab es nichts zu kritisieren, außer dem Ergebnis.“
Der Coach hat weiterhin großes Vertrauen in seine Mannschaft. Die Spieler baute er in diversen Einzelgesprächen wieder auf. Dabei warnte er eindringlich vor den Frankfurtern. „Der FSV ist gut besetzt, vor allem in seiner vorderen Abteilung. Die ist gefährlich und schaltet schnell auf Offensive um.“ Was aber erwartet der Jahn-Trainer von seiner eigenen Truppe? Er hofft, dass sie ihre bisherige Leistung abruft. Denn außer dem 1:3 gegen Aue spielte sein Team bislang durchaus diszipliniert, gut organisiert und war zweifellos den jeweiligen Gegnern ebenbürtig, wenngleich sich dies nicht unbedingt immer in den Ergebnissen widerspiegelte.

