Sport aus der Region Regensburg 15.07.2012, 19:19 Uhr

Daffner nimmt Abschied vom EVR

„Das tut weh“: Der Torjäger der vergangenen vier Jahre ist enttäuscht und fühlt sich vom Eishockey-Oberligisten EV Regensburg vergessen.

Thomas Daffner in Jubelpose mit Martin Ancicka (l.) und Josef Menauer (r.): So ein EVR-Bild wird es nicht mehr geben. Foto: Nickl

Thomas Daffner in Jubelpose mit Martin Ancicka (l.) und Josef Menauer (r.): So ein EVR-Bild wird es nicht mehr geben. Foto: Nickl

Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Thomas Daffner, beim EV Regensburg waren sie einer der Garanten des Wiederaufstiegs von der Landes- in die Oberliga. In den Planungen für die neue Eishockey-Saison fällt Ihr Name aber nicht mehr. Wie ist denn nun der Sachstand?

Ob Sie es glauben oder nicht: Ich habe bis heute nichts gehört vom Verein – seit der Abschlussfeier am 15. April nicht mehr.

Dann gehen Sie davon aus, dass Sie nicht mehr für den EVR spielen?

Ich habe die Zeichen so gedeutet.

Hatten Sie denn ein Gespräch mit dem neuen Trainer Leos Sulak?

Ich habe ihn selbst angerufen. Er hat nur gemeint, das Paket stimmt nicht. Ich habe nicht verstanden, was er damit meint. Aber er hat auch nicht ja oder nein sagen können, ob man mit mir plant. Das ist jetzt aber auch schon fünf, sechs Wochen her.

Und jetzt?

Das tut richtig weh. Man hätte mir ja ehrlich sagen können, danke bis hierhin, aber es geht nicht weiter. Aber gar nichts zu sagen...

Haben Sie noch Hoffnung?

Ich werde sicher nichts mehr hören. Ich bin vier Jahre lang gerne zu jedem Training und jedem Spiel gefahren. Das war eine tolle Zeit. Jetzt bin ich total enttäuscht. Dass die Zeit mal vorbei ist, ist ja normal, aber ist es zuviel verlangt, das auch zu hören? Das finde ich auch schwach.

Kam das ohne Vorankündigung?

Klar habe ich gehört, dass die Mannschaft verjüngt werden sollte. Da machst du dir als ältester Spieler natürlich Gedanken.

Wie gehen Sie mit dem Abschied um?

Ich werde pro Woche bestimmt fünf Mal angesprochen, ob ich weiter für Regensburg spiele. Wenn ich erzähle, wie es war, sagen alle: „Das gibt’s doch gar nicht.“

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