EVR: Auch Köchers Team steht
Christian Köcher ist wenig überrascht, dass es eine Kampfabstimmung um den Vorsitz beim EVR geben wird. Wunschkandidat Vavrusa kommt nicht.
Trainer-Wunschkandidat Milos Vavruso kommt nicht zum EVR, sondern geht in die 2. Liga. Foto: Schindler
REGENSBURG. Christian Köcher ist wenig überrascht, dass es am 24. Juli eine Kampfabstimmung um den Vorsitz beim EV Regensburg geben wird. „Vor 14 Tagen gab es eine ziemlich gesittete Diskussion in einer Vorstandssitzung. Und jetzt ist das halt so“, sagt Köcher, der seit September 2009 1. Vorstand ist und sich nächsten Dienstag mit einem Team seines bisherigen Stellvertreters Harald Hofmeister konfrontiert sieht. „Ich hege ja schon seit der letzten Mitgliederversammlung im Mai die Vermutung, dass es gegen mich geht.“
Köcher hat auch sein Team stehen, mit dem er kandidieren wird. Jugendleiter Peter Schütz und ein Kandidat, der namentlich noch nicht genannt werden soll, sollen die drei Vorstandsämter bekleiden. Als Schatzmeister lässt sich mit Franz Herrmann ein Spielervater aufstellen, Schriftführerin soll Silvana Ulbricht bleiben. Kurios dabei: Peter Leserer, der schon im „Team Hofmeister“ als Mitgliederwart benannt ist und am Montagabend bei der Präsentation fehlte, taucht auch im Team von Christian Köcher auf. „Dazu gibt es einen erweiterten Kreis zum Beispiel mit Inline-Abteilungsleiter Prof. Dr. Striegnitz, der unterstützend tätig sein will“, sagt Köcher.
Dem ersten EVR-Vorstand missfällt, dass ihm der Vorwurf der mangelnden Teamarbeit gemacht wird. „Das kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt keinen Alleinherrscher im Verein – und das ist auch gut so“, sagt er. „Einer allein kann sich schnell verrennen.“ Auch die vielen offenen Kaderfragen und der Fall Thomas Daffner würden das Dilemma widerspiegeln. „Ich habe immer darauf gedrungen, mit Thomas zu reden, weil er ein wichtiger Mensch für den Verein ist“, sagt Köcher. „Sicher bin ich auch mit schuld, dass das nicht passiert ist – aber ich bin es nicht voll umfänglich.“
Begonnen habe die Misere schon bei der Trainersuche, sagt Köcher. „Die Entscheidung hätte in 14 Tagen, spätestens vier Wochen erledigt sein können. Doch da wurde massiv dagegen gesteuert. Das sehe ich wenigstens so.“ Die mögliche Verpflichtung von Sulak-Wunschkandidat Milos Vavrusa für die Verteidigung ist durch die Verzögerungen wohl auch passe. „Sulak hat mir gesagt, dass Vavrusa in die 2. Liga gehen wird“, sagt Köcher.
Für nächsten Dienstag erwartet Christian Köcher „mit Sicherheit eine spannende Veranstaltung. Die Existenz des gesamten Vereins hängt dran – und nicht nur die erste Mannschaft oder einzelne Spieler, die dort spielen.“

