Sport aus der Region Regensburg 19.04.2012, 20:33 Uhr

Für Florian Hörnig gibt es keinen Bonus

Ex-Regensburger kommt wie Carsten Sträßer am Samstag mit Aufsteiger Chemnitz zum Aufstiegsduell ins Jahn-Stadion zurück.


        Der Chemnitzer Florian Hörnig (r.) würde seinem Ex-Verein aus Regensburg (l. Mahmut Temür im Hinspiel) liebend gerne ein Bein stellen. Die Frage ist allerdings, ob er am Samstag spielen darf. Foto: Eibner

Der Chemnitzer Florian Hörnig (r.) würde seinem Ex-Verein aus Regensburg (l. Mahmut Temür im Hinspiel) liebend gerne ein Bein stellen. Die Frage ist allerdings, ob er am Samstag spielen darf. Foto: Eibner

Von Jens Wohlgemuth

CHEMNITZ. Florian Hörnig nahm gestern mit einer leicht lädierten Lippe im Trainingsareal des Chemnitzer FC vor den Journalisten Platz. Vor der Rückkehr zum ehemaligen Arbeitgeber Jahn Regensburg am Samstag (14Uhr) hatte sich der Defensivspezialist im Training die kleine Verletzung zugezogen. „Das zeugt davon, dass es zur Sache geht“, sagte Trainer Gerd Schädlich schmunzelnd.

Dass es auf dem Platz im Punktspiel viel öfter richtig zur Sache geht, wäre dem 1,92-m-Hünen in den vergangenen Wochen sicher lieber gewesen. Denn mit der sensationellen Entwicklung des CFC vom potenziellen Abstiegskandidaten zum ernsten Aufstiegsaspiranten hatte der 25-Jährige nicht so viel am Hut, wie er sich gewünscht hätte. Meist saß Hering nämlich auf der harten Ersatzbank, als die Kollegen 16-mal in Folge ohne Niederlage blieben. Seit der Winterpause kam er zu drei Kurzeinsätzen. „Ich war in der Vorbereitung anderthalb Wochen krank, beim Start noch nicht bei 100 Prozent. Und bei dieser grandiosen Rückrunde gibt es keinen Grund zu wechseln“, beschreibt der gebürtige Münchner seine persönliche Situation: „Das ist natürlich Pech für mich.“

Doch ausgerechnet in Regensburg könnte das Glück zurückkehren. Weil Fabian Stenzel (Gelb-Rot) gesperrt ist, ist Kapitän Carsten Sträßer auf dessen Position als rechter Verteidiger eine Option. Dadurch würde ein Platz im defensiven Mittelfeld frei, um den allerdings neben Hörnig auch Matthias Peßolat und Marcel Wilke buhlen. Möglich ist auch eine Variante mit Wilke in der Viererabwehrkette.

Schafft es Gerd Schädlich wieder?

Trainer Gerd Schädlich ließ sich gestern noch nicht in die Karten schauen, deutete aber an, dass Hörnig gegen seinen Ex-Klub keinen Bonus genießt: „Ich will die Trainingseindrücke noch abwarten. Es gibt jedoch nichts zu verschenken, es steht zu viel auf dem Spiel“, erklärte Schädlich. Der Fußball-Lehrer hatte 1994 (FSV Zwickau) und 2003 (Erzgebirge Aue) bereits zwei Traditionsklubs aus Sachsen in die 2. Liga geführt und will dieses Kunststück weitere neun Jahre später nun auch mit dem CFC vollziehen.

 

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