Sport aus der Region Regensburg 25.07.2012, 20:10 Uhr

Neue EVR-Führung hat viele Aufgaben

Das Team von Christian Köcher hat sich durchgesetzt, präsentiert Jiri Lala als Berater und will auch mit Sven Gerike Gespräche führen.

Die neue Vorstands-Sieben des EV Regensburg: Schatzmeister Thomas Nerb, 3. Vorstand Peter Schütz, Mitgliederwart Peter Leserer, 2. Vorstand Jürgen-Michael Ostertag (stehend v. l.), Sportwart Karl-Heinz Dorfner, Schriftführerin Silvana Ulbricht und 1. Vorstand Christian Köcher Foto: Wotruba

Die neue Vorstands-Sieben des EV Regensburg: Schatzmeister Thomas Nerb, 3. Vorstand Peter Schütz, Mitgliederwart Peter Leserer, 2. Vorstand Jürgen-Michael Ostertag (stehend v. l.), Sportwart Karl-Heinz Dorfner, Schriftführerin Silvana Ulbricht und 1. Vorstand Christian Köcher Foto: Wotruba

Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

REGENSBURG. Christian Köcher saß da und starrte in der dampfenden Atmosphäre der Arena-Gaststätte in den Raum, als hätte er die Wahl und seinen Vorstandsposten verloren. „Die letzten 14 Tage waren so anstrengend“, sagte Köcher. „Ich habe in diesem Moment nur gedacht, hoffentlich ist bald alles erledigt.“ War es aber erst mit Verzögerung: Minuten später verkündete Werner Manhart als Sprecher des Wahlausschusses zunächst das Unentschieden von 118:118. Es dauerte beinahe eine Stunde, bis die wichtigste Wahl entschieden war. Im zweiten Durchgang gewann Köcher drei Stimmen dazu, Harald Hofmeister verlor zwei, der Triumph des Köcher-Lagers entlud sich in einem Freudenschrei und Beifall: „Ja!“

Keine persönlichen Angriffe

Die Versammlung war ruhig geblieben, ohne heftige Auseinandersetzung, ohne persönliche Angriffe. Auch Verlierer Hofmeister blieb bei aller Enttäuschung fair: „Es hat doch eine andere Richtung genommen, als wir gedacht haben, und geht mehr zur ersten Mannschaft“, sagte der bisherige zweite EVR-Vorstand. „Jetzt muss aber das Minus aufgefangen werden. Ich habe das 13 Jahre gemacht und hoffe, dass es gut weitergeht.“

Auch der ehemalige Chef der BMW-Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Rudolf Ebneth, der ins Hofmeister-Team geholt worden war, aber in der Mitgliederversammlung nicht öffentlich zu Wort kam, blieb zurückhaltend: „Ich glaube nach wie vor, dass wir die bessere Perspektive geboten hätten. Man kann dem neuen Team nur viel Erfolg wünschen. Wichtig ist jetzt, dass die Zusammenarbeit gedeihlich bleibt.“

Denn die Abrechnung der bisherigen Schatzmeisterin Claudia Zierer für das Geschäftsjahr hatte gezeigt, dass zum 31. Dezember 2011 ein Liquiditätsverlust von 132952,88 Euro bestanden hatte. Hofmeister hatte damit erklärt, dass er Verträge solange nicht habe abschließen wollen, solange diese Lücke nicht geschlossen wäre. „Unser Augenmerk lag darauf, alles auf eine wirtschaftliche Basis zu stellen. Das absolut Wichtigste ist, dass diese Unterdeckung geregelt wird.“

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